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Klinische Aspekte der Behandlung von Kiefernekrosen unter antiresorptiver Therapie

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteoplastie der Wirbelsäule
Osteonekrose des Kiefers

Ausgabe: Hefte von 2012 (Vol. 21): Heft 3 2012 (139-242)
Seiten: 201-206

Klinische Aspekte der Behandlung von Kiefernekrosen unter antiresorptiver Therapie

C. Klingelhoeffer (1), B. Hoffmeister (1)

(1) Klinik für Kieferchirurgie und Plastische Gesichtschirurgie, Charité Centrum für Muskulo-Skeletale Chirurgie, Campus Benjamin Franklin, Charité Universitätsmedizin Berlin

Stichworte

Bisphosphonate, Denosumab, antiresorptive Therapie, Kieferosteonekrose

Zusammenfassung

Zur osteoprotektiven, antiresorptiven Therapie bei Knochenmetastasen werden Denosumab (120mg subkutan) oder Bisphosphonate (intravenös oder oral) alle drei bis sechs Wochen verabreicht. Hierbei beträgt die Inzidenz für die Entwicklung einer Osteonekrose des Kiefers (osteonecrosis of the jaw=ONJ) für Denosumab ca. zwei Prozent und für Bisphosphonate zwischen einem und zehn Prozent. Hauptrisikofaktor für die Entstehung der ONJ sind Zahnextraktionen, die aufgrund entzündlicher oder traumatisch pathologischer Prozesse notwendig werden. Deshalb ist bei Tumorpatienten eine Sanierung der Zähne vor Beginn der antiresorptiven Therapie und der Erhalt einer ausgezeichneten Mundhygiene von großer Wichtigkeit. Das rechtzeitige Erkennen einer ONJ ist komplex, da erste Symptome alltäglichen zahnärztlichen Befunden entsprechen können und bestimmte Formen der ONJ noch nicht in den aktuellen Richtlinien berücksichtigt werden. Eine frühzeitige Therapie bei bestehender ONJ, die sich besonderes durch konservative Maßnahmen, wie Antibiotikagabe und antiseptische Spülungen auszeichnet, dient einer Vermeidung der Ausbreitung und Verhinderung größerer chirurgischer Interventionen, welche die Lebensqualität des Patienten erheblich beeinträchtigen können.

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