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Osteonekrose des Kiefers bei Osteoporosepatienten

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteoplastie der Wirbelsäule
Osteonekrose des Kiefers

Ausgabe: Hefte von 2012 (Vol. 21): Heft 3 2012 (139-242)
Seiten: 207-212

Osteonekrose des Kiefers bei Osteoporosepatienten

Bisphosphonattherapie, Risikofaktoren, klinische Symptomatik, initiale Interventionen und Empfehlungen

D. Felsenberg (1), S. López (1), T. Gabbert (1), B. Hoffmeister (2)

(1) Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Hochschulambulanz Osteologie/Orthopädie & Muskel, Zentrum für Muskel- & Knochenforschung, Freie Universität & Humboldt-Universität Berlin; (2) Klinik für Kieferchirurgie und Plastische Gesichtschirurgie, Charité Centrum für Muskulo-Skeletale Chirurgie, Campus Benjamin Franklin, Charité Universitätsmedizin Berlin

Stichworte

Osteoporose, Bisphosphonate, antiresorptive Therapie, Kiefernekrosen, Kiefernekroseregister

Zusammenfassung

Kiefernekrosen (ONJ), die nach oder während einer antiresorptiven Therapie auftreten, kommen bei der Behandlung von Osteoporose zwar extrem selten vor, können aber verheerende Ausmaße annehmen. Der Beitrag berichtet ausschließlich über die ONJ bei Osteoporosepatienten und die Erkenntnisse, die bisher aus dem Kiefernekroseregister, das seit 2004 an der Charité im Zentrum für Muskel- und Knochenforschung geführt wird, gewonnen werden konnten. Bis zum März2012 wurden 95 gesicherte ONJ-Fälle bei Osteoporosepatienten gemeldet. Daraus errechnet sich eine Prävalenz der ONJ bezogen auf alle Deutschen über 50Jahren von 0,0000367%, bezogen auf alle Osteoporosekranken von 0,00019% und bezogen auf alle Patienten mit einer Bisphosphonattherapie von 0,00125%. Die Daten zeigen, dass die Entstehung der ONJ ein multifaktorieller Vorgang ist und erlauben Aussagen zur Prophylaxe. Zum anderen zeigen sie aber auch, dass das Weiterführen des Registers und prospektive Studien dringend nötig sind, um die ONJ als Begleiterkrankung bei einer antiresorptiven Therapie vollständig zu verstehen.

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