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Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrosen

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteonekrosen

Ausgabe: Hefte von 2012 (Vol. 21): Heft 4 2012 (243-322)
Seiten: 291-295

Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrosen

Aktuelle Übersicht zu Definition, klinischer Präsention, Risikofaktoren, Pathogenese, Prophylaxe und Therapie

S. Otto (1), C. Pautke (1, 2), M. Schieker (3)

(1) Klinikum der Universität München, Osteologisches Schwerpunktzentrum (DVO), Klinik und Poliklinik für Mund-, -Kiefer- und Gesichtschirurgie, München; (2) Medizin Ästhetik, Praxisklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie, München; (3) Klinikum der Universität München, Osteologisches Schwerpunktzentrum (DVO), Chirurgische Klinik und Poliklinik, Spezialsprechstunde für Osteoporose und Alterstraumatologie, München

Stichworte

Bisphosphonate, Kiefernekrosen, Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrosen

Zusammenfassung

Bisphosphonate spielen eine entscheidende Rolle in der Osteologie und Onkologie. Sie vermindern die Häufigkeit unerwünschter skelettaler Ereignisse und verbessern somit die Lebensqualität der Patienten. Bisphosphonate gelten insgesamt als nebenwirkungsarm. Doch seit der Beschreibung Bisphosphonat-assoziierter Kiefernekrosen haben sich diese zu einem ernsthaften klinischen Problem entwickelt. Sie treten hauptsächlich bei Patienten mit langjähriger intravenöser Applikation von stickstoffhaltigen Bisphosphonaten in onkologischer Dosierung auf. Deutlich seltener tritt diese Komplikation jedoch auch im Rahmen der Osteoporosebehandlung auf. Eine wesentliche Ursache für die Entstehung Bisphosphonat-assoziierter Kiefernekrosen wird in lokal entzündlichen Veränderungen sowie häufig daraus resultierenden dentoalveolär chirurgischen Eingriffen gesehen, so dass wesentliche prophylaktische Bemühungen stets auf die Eliminierung von akuten oder chronisch entzündlichen Veränderungen im Bereich der Kiefer vor bzw. unter der Behandlung mit Bisphosphonaten gerichtet sein sollten. Hinsichtlich der Therapie Bisphosphonat-assoziierter Kiefernekrosen setzen sich chirurgische Behandlungskonzepte mehr und mehr durch, wobei insbesondere die innovative fluoreszenzorientierte Knochenabtragung vielversprechend erscheint.

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