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Trainingshäufigkeit als Erfolgsprädiktor eines körperlichen Trainings zur Osteoporoseprophylaxe

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Hochauflösende Methoden in der Osteologie

Ausgabe: Hefte von 2013 (Vol. 22): Heft 1 2013 (1-80)
Seiten: 32-38

Trainingshäufigkeit als Erfolgsprädiktor eines körperlichen Trainings zur Osteoporoseprophylaxe

Minimale effektive Dosis der Trainingshäufigkeit für postmenopausale Frauen mit Osteopenie

W. Kemmler (1), S. von Stengel (1)

(1) Osteoporoseforschungszentrum, Institut für Medizinische Physik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Stichworte

Knochendichte, Körperliches Training, minimale effektive Dosis, Trainingshäufigkeit

Zusammenfassung

Welche Belastungskomposition eines körperlichen Trainings die günstigsten Effekte auf ossäre Risikofaktoren zeigt, ist nicht hinreichend validiert. Besonders für die „Trainingshäufigkeit“ als kritischen Belastungsparameter liegen kaum Empfehlungen vor. Nach zwölfjähriger Studiendauer wurden 96 initial frühpostmenopausale, osteopenische Frauen der EFOPS-Studie in die Analyse eingeschlossen. Die Trainingsgruppe (TG: n = 52) wurde retrospektiv in eine Gruppe mit hoher (HF-TG; ≥ 2 Trainingseinheiten [TE]/Woche/12 Jahre) und eine Gruppe mit niedriger Trainingshäufigkeit (NF-TG; 1 bis < 2 TE/Woche/12 Jahre) aufgeteilt. Die Veränderungen der Knochendichte (BMD, DXA) zeigten sich für die HF-TG (LWS: 1,0 ± 4,8 %; proximaler Femur „total Hip“-Region“: –4,2 ± 3,7 %) verglichen mit der NF-TG (LWS: –4,5 ± 2,9; tHip: –6,6 ± 3,5 %) als signifikant (p = 0,001; p = 0,026) günstiger. Kein relevanter Unterschied zeigte sich zwischen NF-TG und KG (LWS: –4,4 ± 5,2 %; tHip: –6,9 ± 5,0 %). Trotz der Schwierigkeiten, pauschal eine minimale effektive Dosis zu empfehlen, scheint auch bei hoher Intensität des Trainingsprogrammes eine Trainingshäufigkeit von mindestens zweimal/Woche/Jahr nötig zu sein, um die BMD an LWS und proximalem Femur positiv zu beeinflussen.

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