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Reduktion des Frakturrisikos unter Denosumab bei postmenopausalen Frauen in Abhängigkeit der Behandlungsbedürftigkeit nach DVO-Leitlinie 2009

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Hochauflösende Methoden in der Osteologie

Ausgabe: Hefte von 2013 (Vol. 22): Heft 1 2013 (1-80)
Seiten: 39-45

Reduktion des Frakturrisikos unter Denosumab bei postmenopausalen Frauen in Abhängigkeit der Behandlungsbedürftigkeit nach DVO-Leitlinie 2009

Eine Subgruppenanalyse der FREEDOM-Studie

P. Hadji (1), O. Bock (2), H. Resch (3), M. Kraenzlin (4), A. Wang (5), T. Steinle (6), C. Eisen (6)

(1) Philipps-Universität, Marburg; (2) Charité – Universitätsmedizin Berlin, 3 Krankenhaus Barmherzige Schwestern, Wien, Österreich; (3) Krankenhaus Barmherzige Schwestern, Wien, Österreich; (4) Universitätsspital Basel, Schweiz; (5) Amgen Inc., Thousand Oaks, CA, USA; (6) Amgen GmbH, München

Stichworte

Osteoporose, Frakturrisiko, DVO-Leitlinie, Denosumab

Zusammenfassung

In der FREEDOM-Studie konnte gezeigt werden, dass Denosumab 60 mg s. c. alle sechs Monate vs. Placebo bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose nach 36 Monaten das relative Risiko für vertebrale und nonvertebrale Frakturen sowie proximale Femurfrakturen um 68 %, 20 % und 40 % senkt (1). In einer Post-hoc-Analyse wurden nun die Teilnehmerinnen der FREEDOM-Studie entsprechend DVO-Leitlinie als behandlungsbedürftig (81 %) bzw. nicht behandlungsbedürftig (19 %) eingestuft. Für die behandlungsbedürftige Subgruppe ergaben sich hierbei mit 67 %, 23 % und 41 % vergleichbare relative Risikoreduktionen. Auch in der nicht behandlungsbedürftigen Subgruppe reduzierte Denosumab das relative Risiko für neue vertebrale Frakturen um 75 % vs. Placebo (p = 0,0004); die Zahl der nonvertebralen Frakturen und proximalen Femurfrakturen unterschied sich hier zwischen den Behandlungsarmen nicht signifikant. Diese Auswertung zeigt, dass mehr als 80 % der FREEDOM-Population auch nach DVO-Leitlinie behandlungsbedürftig war und die für Denosumab gezeigten Frakturreduktionen auch unter Anwendung der DVO-Leitlinie in der täglichen Praxis erwartet werden können. Die deutliche Reduktion des Risikos für neue vertebrale Frakturen unter Denosumab auch in der Gruppe der nicht behandlungsbedürftigen Patienten ist ein bemerkenswerter Befund, der im Hinblick auf mögliche Konsequenzen für den Schwellenwert der DVO-Leitlinie bzw. für einen frühzeitigen effektiven Einsatz von Denosumab näher analysiert werden sollte.

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