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Mastozytose-induzierte Osteoporose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteologie des Kindes- und Jugendalters

Ausgabe: Hefte von 2013 (Vol. 22): Heft 2 2013 (81-168)
Seiten: 136-139

Mastozytose-induzierte Osteoporose

Eine seltene, aber dennoch nicht zu unterschätzende Krankheit

G. S. Maier (1, 2), D. Percic (1), U. Maus (3), A. A. Kurth (4)

(1) Department of Orthopedic Surgery, Johannes-Gutenberg-University, Mainz, Germany; (2) Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Gießen, Germany; (3) Orthopedic center Oldenburger Münsterland, St. Antonius-Stift Emstek, Emstek, Germany; (4) Mainz, Germany

Stichworte

Mastozytose, Osteoporose, Mastzellen

Zusammenfassung

Hintergrund: Die systemische Mastozytose ist eine seltene Erkrankung, die durch die abnorme Mastzellproliferation in wenigstens einem extrakutanem Gewebe, unter anderem auch im Knochenmark, charakterisiert wird. Die Rolle der Mastzellen und ihrer Mediatoren als potenzielle Ursachen sekundärer Osteoporose wird zunehmend diskutiert. Mit dieser Literaturübersicht der Jahre 1957 bis 2012 wollten wir sowohl den aktuellen Stand der Wissenschaft als auch mögliche Therapieoptionen wiedergeben. Material und Methoden: Wir führten eine retrospektive Analyse der Literatur von 1957 bis 2012 mit Hilfe der MEDLINE-Datenbank durch. Die Suchbegriffe „osteoporosis“ und „mast cells“ bzw. „mastocytosis“ ergaben 201 Treffer in englischer oder deutscher Sprache. Wir berücksichtigten Originalia und Fallstudien, die sich entweder mit Mastozytose-induzierter Osteoporose oder der Bedeutung von Mastzellen bei Osteoporose auseinandersetzen. Ergebnisse/Schlussfolgerung: Mastzellen scheinen eine gewichtige Rolle im Knochenstoffwechsel inne zu haben, Nebenprodukte der Mastzellen sind für vermehrten Knochenabbau verantwortlich. Mit dieser Literaturübersicht wollten wir daran erinnern, dass bei allen Patienten mit einer systemischen Mastozytose der Knochenstoffwechsel im Hinblick auf eine sekundäre Osteoporose untersucht werden sollte. Diese ist zwar selten, jedoch äußerst morbide.

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