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Effekte der Ganzkörper-Elektromyostimulation auf die Knochendichte eines Hochrisikokollektivs für Osteoporose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteologie des Kindes- und Jugendalters

Ausgabe: Hefte von 2013 (Vol. 22): Heft 2 2013 (81-168)
Seiten: 121-128

Effekte der Ganzkörper-Elektromyostimulation auf die Knochendichte eines Hochrisikokollektivs für Osteoporose

Eine randomisierte Studie mit älteren, schlanken und sportlich inaktiven Frauen mit Osteopenie

W. Kemmler (1), M. Bebenek (1), S. von Stengel (1)

(1) Institut für Medizinische Physik, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Stichworte

Osteoporose, Knochendichte, Training, EMS, älterer Mensch

Zusammenfassung

Ziel: Intensives körperliches Training zum Erhalt der Knochendichte kann oder möchte von vielen älteren Menschen nicht durchgeführt werden. Ganzkörper-Elektromyostimulation (WB-EMS) könnte hier eine geeignete Option zur Frakturprophylaxe sein. Methodik: Inaktive, schlanke und osteopenische Frauen (75 ± 4 Jahre; BMI: 22 ± 1 kg/m²) wurden randomisiert einer WB-EMS- (n = 38) und einer Kontrollgruppe (KG: n = 38) zugeteilt. Die WB-EMS-Gruppe führte über 54 Wochen eine EMS-Applikation (1,5 x 20 min/Woche, 85 Hz) durch. Studienendpunkte waren die Knochendichte (BMD) an der Lendenwirbelsäule (LS) und am Schenkelhals (SH). Es wurde eine Intention-to-Treat (ITT)- und eine Per-Protokoll-Analyse (PPA) durchgeführt. Ergebnisse: Die ITT-Analyse zeigte für die BMD-LS (WB-EMS: 0,6 ± 2,5 % vs. KG: –0,7 ± 2,5 %, p = 0,050) im Gegensatz zur BMD-SH (–0,3 ± 2,2 % vs. –0,6 ± 2,8 %, p = 0,768) einen „grenzwertig“ signifikanten Zwischengruppenunterschied. Die PPA bestätigte dieses Ergebnis (BMD-LS: 0,9 ± 2,1 vs. –0,6 ± 2,5 %, p = 0,015; BMD-SH: 0,1 ± 2,5 % vs. –0,5 ± 2,6%, p = 0,476) mit höherer Effektstärke. Fazit: Bei älteren Menschen mit Vorbehalten gegen ein intensives Körpertraining kann WB-EMS zumindest als Option zur (vertebralen) Frakturprophylaxe in Betracht gezogen werden.

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