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Versorgungsinanspruchnahme und Behandlungskosten bei Osteoporose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteoporose des Mannes

Ausgabe: Hefte von 2013 (Vol. 22): Heft 4 2013 (249–328)
Seiten: 277-282

Versorgungsinanspruchnahme und Behandlungskosten bei Osteoporose

Analyse von Krankenkassen-Routinedaten im Rahmen der Bone Evaluation Study (BEST)

S. Klein (1), H. Gothe (1), B. Häussler (2), T. Kless (3), R. Linder (4), T. Schmidt (5), T. Steinle (6), F. Verheyen (4), P. Hadji (7)

(1) IGES Institut, Bereich Versorgungsforschung; (2) IGES Institut; (3) Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG; (4) Wissenschaftliches Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG); (5) IGES Institut, Bereich Datenakquisition & -verarbeitung; (6) AMGEN GmbH; (7) Philipps Universität Marburg, Frauenklinik, Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie, Reproduktionsmedizin und Osteologie

Stichworte

Osteoporose, Fraktur, Versorgungskosten

Zusammenfassung

Einleitung/Methoden: Zur Beschreibung der aktuellen Versorgungssituation von Patienten mit Osteoporose und den assoziierten Kosten wurden anonymisierte Abrechnungsdaten (2006–2009) der Techniker Krankenkasse analysiert. Berücksichtigt wurden Versicherte über 50 Jahren mit osteoporosespezifischer Arzneimittelverordnung, Osteoporosediagnose oder der Diagnose einer osteoporosebedingten Fraktur. Analysiert wurden Verordnungsprävalenzen, Knochendichtemessungen sowie die Kosten für osteoporosebezogene Leistungen zu Lasten der GKV. Ergebnisse: Die Verordnungsprävalenz osteoporosespezifischer Arzneimittel lag bei 18 %, die der Basistherapie bei 13 %. Knochendichtemessungen wurden bei 14 % der Versicherten mit Fraktur durchgeführt. Die osteoporosebezogenen Versorgungskosten betrugen im Jahr 2009 714 Euro pro betroffenem TK-Versicherten; dies ergibt 4,5 Mrd. Euro für die Osteoporoseversorgung in Deutschland. Schlussfolgerungen: Obwohl Menschen mit Osteoporose häufiger behandelt werden als 2003, lässt sich feststellen, dass eine große Zahl an Versicherten mit Frakturen und Mehrfachfrakturen keine medikamentöse Therapie erhält. Dies lässt auf Optimierungsbedarf bei der Behandlung schließen, zumal wesentliche Kostenfaktoren Art und Anzahl von Frakturen waren.

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