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Osteoporose beim Mann

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteoporose des Mannes

Ausgabe: Hefte von 2013 (Vol. 22): Heft 4 2013 (249–328)
Seiten: 260-266

Osteoporose beim Mann

Sekundäre Ursachen

B. C. Hanusch (1), S. P. Tuck (2), R. M. Francis (3)

(1) Department of Trauma and Orthopaedics, Academic Centre, James Cook University Hospital, Marton Road, Middlesbrough, TS4 3BW, UK; (2) Hon Senior Lecturer, Musculoskeletal Research Group, Institute of Cellular Medicine, Newcastle University, Department of Rheumatology, James Cook University Hospital, Marton Road, Middlesbrough, Cleveland, UK; (3) Emeritus Professor of Geriatric Medicine, Institute for Ageing and Health, Campus for Ageing and Vitality, Newcastle University, Newcastle upon Tyne, UK

Stichworte

sekundäre Osteoporose, Knochenverlust, Testosteron, Osteoporose beim Mann

Zusammenfassung

Osteoporose beim Mann ist häufig und resultiert in beträchtlicher Morbidität und Mortalität. Es bestehen ausgeprägte Unterschiede in den normalen Alterungsprozessen des Knochens zwischen Männern und Frauen, welche zu einer niedrigeren Frakturrate bei Männern führt. Bei Männern, die an Osteoporose leiden, liegen deutlich häufiger sekundäre Ursachen vor als bei Frauen. Die Diagnose und Behandlung dieser sekundären Ursachen führen zu einer deutlichen Besserung der Knochendichte. Es liegen inzwischen gute Studiendaten vor, die den Gebrauch gängiger Osteoporosemedikamente auch zur Behandlung von Osteoporose bei Männern unterstützen. Bei jüngeren hypogonadalen Männern sollte eine Testosteron-Substitutionsbehandlung erwogen werden, aber bei älteren Männern, insbesondere bei Männern über 60 Jahre, ist diese weniger effektiv und es besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf- und Prostata-Erkrankungen. Prostatakrebs ist eine immer häufigere Ursache für Osteoporose beim Mann, welche zum Teil auf den erfolgreichen Einsatz der Antiandrogentherapie zurückzuführen ist. Wissenschaftliche Daten unterstützen die Anwendung von Bisphosphonaten und Denosumab in dieser Patientengruppe. HIV, wenn auch nicht spezifisch nur bei Männern, wird zunehmend als Ursache von Osteoporose bei Männern anerkannt. Die Gründe hierfür sind multifaktoriell und können zum Teil der antiretroviralen Therapie zugeschrieben werden. Studien deuten daraufhin, dass HIV-infizierte Patienten auch ein höheres Frakturrisiko haben. Diese Knochenverluste können durch Behandlung mit Bisphosphonaten verhindert werden.

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