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Rationale, Ausgangscharakteristika sowie Methodologie der nichtinterventionellen Studie VIVA bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Alterstraumatologie

Ausgabe: Hefte von 2014 (Vol. 23): Heft 1 2014 (1-72)
Seiten: 49-55

Rationale, Ausgangscharakteristika sowie Methodologie der nichtinterventionellen Studie VIVA bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose

P. Hadji (1), L. C. Hofbauer (2), D. Felsenberg (3), M. Amling (4), A. Kurth (5)

(1) Philipps University of Marburg, Department of Gynaecology, Reproductive Medicine and Osteoporosis, Marburg, Germany; (2) Division of Endocrinology, Diabetes and Bone Metabolic Disorders, University Medical Center, Technical University Dresden, Dresden, Germany; (3) Charité University Medicine Berlin, Campus Benjamin Franklin, Center for Muscle and Bone Research, Berlin, Germany; (4) University Hospital Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Germany; (5) Specialty hospital Ratingen, Centre for Orthopaedics and Rheumatology, Ratingen, Germany

Stichworte

Osteoporose, Alendronat, Ibandronat, Fraktur, Therapietreue

Zusammenfassung

Hintergrund: Es ist von großer Wichtigkeit, die Faktoren zu identifizieren, welche die Therapietreue in der Behandlung der postmenopausalen Osteoporose maßgeblich beeinflussen. Zielsetzung der vorliegenden VIVA-Studie, einer nichtinterventionellen Untersuchung, war es, die Therapietreue (Compliance und Persistenz) bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose, die auf eine einmal wöchentliche, orale Alendronat-Therapie oder eine i. v.-Ibandronat-Therapie gesetzt wurden, zu untersuchen. Methoden: 4477 Patienten, die Ibandronat 3 mg i. v. einmal im Quartal erhielten, und 1491 Patienten, die Alendronat 70 mg einmal pro Woche erhielten, wurden in die Studie eingeschlossen. Zusätzlich erfolgte eine Matched-Pair-Analyse von jeweils 901 Patientinnen aus beiden Gruppen. Das Matching erfolgte auf der Basis von Alter, Body-Mass-Index, prävalenten Frakturen bei Studieneinschluss, vorheriger Behandlung mit Bispho-sphonaten sowie der Anzahl von Begleitmedikationen. Zu den sekundären Endpunkten zählten prävalente osteoporoseassoziierte Frakturen, Mobilität und Schmerzen, Analgetikaverbrauch, Lebensqualität sowie die Einstellung zur Medikation. Alle o. g. Faktoren werden im Rahmen der VIVA-Studien untersucht. Ergebnis: Bei Studieneinschluss zeigte sich ein signifikanter Unterschied zwischen beiden Untersuchungsgruppen in Bezug auf das Körpergewicht, den Zeitpunkt der Osteoporosediagnose und der Inzidenz prävalenter osteoporotischer Frakturen. Nach Einsetzen des Matched-Pair-Verfahrens zeigten sich nur noch Unterschiede in der Mobilität und der Lebensqualität. Schlussfolgerung: In der Zusammenfassung der Ergebnisse der VIVA-Studie werden wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zur Therapietreue ermittelt, die gegebenenfalls in die Empfehlung für pharmakologische Behandlungen eingehen.

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