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Risikoreduktion für vertebrale Frakturen unter Denosumab bei Patienten mit normaler und osteopenischer Knochendichte

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteoporose und Diabetes mellitus

Ausgabe: Hefte von 2014 (Vol. 23): Heft 2 2014 (73-160)
Seiten: 117-122

Risikoreduktion für vertebrale Frakturen unter Denosumab bei Patienten mit normaler und osteopenischer Knochendichte

Eine Subgruppenanalyse der HALT-Prostatakarzinom-Studie

K. Lippuner (1), J. M. Wolff (2), P. Hadji (3), A. Braun (4), C. Ke (4), T. Steinle (5), C. Eisen (5)

(1) Inselspital Bern, Schweiz; (2) St. Cornelius Hospital, Viersen; (3) Philipps-Universität, Marburg; (4) Amgen Inc., Thousand Oaks, CA, USA; (5) Amgen GmbH, München

Stichworte

Prostatakarzinom, Osteoporose, Frakturrisiko, Denosumab, ADT

Zusammenfassung

Einleitung: Die Ergebnisse der HALT-Prostatakarzinom-Studie (1) zeigten, dass Denosumab bei Prostatakarzinompatienten unter hormonablativer Therapie (HALT) die Knochenmineraldichte (BMD) gegenüber Placebo an allen Messorten signifikant erhöhte und die Inzidenz vertebraler Frakturen nach 36 Monaten signifikant um 62 % senkte. Keine Unterschiede wurden hinsichtlich der Zeit bis zur ersten klinischen Fraktur (jegliche nonvertebrale oder klinisch vertebrale Fraktur) beobachtet. In einer Post-hoc-Analyse wurde nun überprüft, ob Denosumab auch bei Patienten mit normaler bis osteopenischer Knochendichte das Risiko für neue vertebrale Frakturen reduziert. Methoden: Hierzu wurde bei allen Teilnehmern der HALT-Studie (n = 1468) mit einem BMD-T-Score > –2,5 an Lendenwirbelsäule (LWS), Gesamthüfte und Schenkelhals sowie auswertbarem Frakturstatus die Inzidenz neuer vertebraler Frakturen nach 36 Monaten unter Behandlung mit Denosumab vs. Placebo ermittelt. Ergebnisse: Zu Studienbeginn wiesen 1174 bzw. 80 % der Studienteilnehmer einen BMD-T-Score > –2,5 an allen drei Messorten auf. 1087 bzw. 74 % der Studienteilnehmer erfüllten die Kriterien für die Frakturauswertung. In dieser Subgruppe reduzierte Denosumab das Risiko für vertebrale Frakturen nach 36 Monaten gegenüber Placebo signifikant um 61 % (Placebo: 2,8 %; Denosumab: 1,1 %; p = 0,0386). Weitere Frakturendpunkte wurden nicht untersucht. Fazit: Denosumab reduzierte das Risiko für vertebrale Frakturen bei Patienten der HALT-Studie mit normaler und osteopenischer Knochendichte in ähnlichem Ausmaß wie im Gesamtkollektiv.

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