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Strahlentherapie von Skelettmetastasen

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteoonkologie

Ausgabe: Hefte von 2014 (Vol. 23): Heft 4 2014 (233–308)
Seiten: 275-280

Strahlentherapie von Skelettmetastasen

Standardverfahren und zukünftige Therapieansätze

B. Gauter-Fleckenstein (1), T. Reis (1), F. Wenz (1)

(1) Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsmedizin Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim

Stichworte

Strahlentherapie, Knochenmetastasen, Kypho-IORT, SBRT, erneute Bestrahlung

Zusammenfassung

Die Strahlentherapie der Knochenmetastasen ermöglicht eine suffiziente Analgesie bei den meisten behandelten Patienten, wobei diese in bis zu 50 % aller Fälle noch nach einem Jahr anhält. Im Verlauf von Wochen kommt es nach erfolgter Strahlentherapie auch zur Rekalzifizierung, so dass auch eine Stabilisierung osteolytischer Metastasen möglich ist. Die Therapie kann sowohl von einem bis wenige Tage als auch über mehrere Wochen dauern, wobei hierbei gleichwertig Analgesie, bei den protrahierten Regimen aber vermehrt Stabilität erreicht wird. Durch moderne Techniken, wie zum Beispiel externe stereotaktische intensitätsmodulierte Strahlentherapie oder aber auch durch kombinierte operative Verfahren wie Kyphoplastie mit intraoperativer Radiatio mit 50 kV-Photonen lassen sich auch Bestrahlungen komplizierter Volumina in der Nähe von Risikoorganen realisieren. Daher werden damit auch kurzfristige Re-Bestrahlungen möglich. Wenn indiziert, sollten immer eine antiresorptive Therapie und eine Hormontherapie (bei Mamma- und Prostatakarzinom) durchgeführt werden. Falls eine operative Stabilisierung oder Tumordebulking (bei Rückenmarkkompression) notwendig wird, sollte im Anschluss die Radiotherapie zur Tumorzellsterilisation erfolgen.

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