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Radionuklidtherapie im Behandlungskonzept von Knochenmetastasen

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteoonkologie

Ausgabe: Hefte von 2014 (Vol. 23): Heft 4 2014 (233–308)
Seiten: 269-274

Radionuklidtherapie im Behandlungskonzept von Knochenmetastasen

T. Todenhöfer (1, 2), M. Müller (3)

(1) Klinik für Urologie, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Deutschland; (2) Vancouver Prostate Centre, University of British Columbia, Vancouver, Kanada; (3) Klinik für Nuklearmedizin, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Deutschland

Stichworte

Prostatakarzinom, Mammakarzinom, Knochenmetastasen, Radionuklide, Radium-223

Zusammenfassung

Die durch Knochenmetastasen hervorgerufenen Komplikationen und Schmerzen führen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzeptes für die Behandlung von Knochenmetastasen ist eine effektive Analgesie unverzichtbar. β-Strahler wie Strontium-89-Chlorid und Samarium-153-EDTMP können vor allem bei Patienten mit osteoblastisch metastasierten Tumoren eine signifikante Schmerzreduktion erzielen. Die mit der Substanzgruppe verbundene Hämatotoxizität hat jedoch bisher zu einem zurückhaltenden Einsatz der Substanzen geführt. Des Weiteren ist diese Zurückhaltung auch auf die geringe Anzahl an prospektiv randomisierten Studien zurückzuführen. Für den α-Strahler Radium-223-Chlorid konnte in einer großen randomisierten Studie neben einer Schmerzreduktion eine Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens von Patienten mit kastrationsrefraktärem Prostatakarzinom um 2,8 Monate (14 vs. 11,2 Monate im Placeboarm) beobachtet werden. Diese Effekte waren mit einer im Vergleich zu β-Strahlern deutlich niedrigeren Hämatotoxizität assoziiert. Die vielversprechenden Ergebnisse von Radium-223-Chlorid lassen einen vermehrten Einsatz von Radionukliden bei Patienten mit Prostatakarzinom erwarten.

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