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Tumorschmerz

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteoonkologie

Ausgabe: Hefte von 2014 (Vol. 23): Heft 4 2014 (233–308)
Seiten: 262-268

Tumorschmerz

J. Horlemann (1)

(1) Praxis für Allgemeinmedizin, Kevelaer

Stichworte

Schmerztherapie, Tumorschmerz, Schmerzdiagnose

Zusammenfassung

Tumorschmerz tritt in der Versorgungsrealität als Kopfschmerz, Knochenschmerz, Nervenschmerz, vizeraler Schmerz und als psychogene Somatisierung auf. Daher ist eine schmerzmedizinische Diagnostik der auslösenden Mechanismen stets erforderlich, um eine angepasste Therapie einleiten zu können. Wichtiges Diagnostikum ist die Analyse des Tagesverlaufs und des Schmerzprofils. Therapeutisch bedeutsam sind die Unterscheidungen akuter Schmerz und chronischer Schmerz, sowie nozizeptive und neuropathische Schmerzen. Die Komorbidität Angst und Depression spielt für die Behandlung eine entscheidende Rolle und sollte neben einer sensorisch orientierten Schmerzmedizin stets gleichrangiges Interesse in der Behandlung auslösen. Tumorschmerztherapie ist stets individuell und durch Leitlinien wenig standardisierbar. Die Pharmakotherapie ist Teil eines multimodalen und multidisziplinären Gesamtkonzeptes. Neben der Effektivität der Therapie tritt häufig die Langzeitverträglichkeit in den Vordergrund. Die Behandlung von Durchbruchschmerzen wird derzeit zu wenig fokussiert, ebenso schmerzbedingte Schlafstörungen. Ziel der schmerzmedizinischen Behandlung von Tumorpatienten muss stets eine subjektive Lebensqualität sein, in der die Schmerzbefreiung zwar eine wichtige Rolle spielt, aber nicht vorrangig sein muss.

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