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Zur Bedeutung von Rückenorthesen in der Behandlung von Wirbelkörperfrakturen bei Osteoporose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Technische Hilfsmittel und muskuloskelettale Gesundheit

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 1 2015 (1-62)
Seiten: 11-16

Zur Bedeutung von Rückenorthesen in der Behandlung von Wirbelkörperfrakturen bei Osteoporose

M. Pfeifer (1)

(1) Institut für Klinische Osteologie und Klinik „DER FÜRSTENHOF“, Bad Pyrmont

Stichworte

Rehabilitation, Osteoporose, Kyphose, Orthesen, Rumpfmuskulatur

Zusammenfassung

Starre und rigide 3-Punkt-Orthesen führen nicht nur zu einer kompletten Ruhigstellung des Rumpfes, sondern schränken über eine verminderte Beweglichkeit des Brustkorbs auch die Lungenfunktion von Patienten mit multiplen Wirbelkörperfrakturen aufgrund einer Osteoporose ein. Dies ist dann auch mit einer reduzierten Compliance verknüpft. Im Gegensatz hierzu können flexible, an die individuelle Form der Wirbelsäule angepasste Orthesen über einen sogenannten „Biofeedback-Mechanismus“ zu einer Kraftzunahme im Bereich der Rumpfmuskulatur führen und dadurch die Leistungsfähigkeit im Alltag erheblich erhöhen. Dies ist dann auch verknüpft mit einer Schmerzreduktion. Darüber hinaus kann im Verlauf einer Tragezeit von sechs bis zwölf Monaten durch eine Kräftigung der Rückenstrecker eine aufrechtere Haltung mit verbessertem Standgleichgewicht erreicht werden. Möglicherweise kann hierdurch auch eine Verringerung der Sturz- und Frakturrate erreicht werden. Thorakolumbale Orthesen müssen einen Ausgleich finden zwischen Aussehen, Funktion und Stabilität. Nur dadurch werden sie getragen und können auch ihre Wirkung im Sinne einer verbesserten Lebensqualität entfalten.

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