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Therapie vertebraler osteoporosebedingter Frakturen

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Technische Hilfsmittel und muskuloskelettale Gesundheit

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 1 2015 (1-62)
Seiten: 7-10

Therapie vertebraler osteoporosebedingter Frakturen

Die Bedeutung des Posture Training Supports (PTS) und des Spinal Proprioceptive Extension Exercise Dynamic (SPEED)-Programms

M. Sinaki (1), M. Pfeifer (2)

(1) Department of Physical Medicine and Rehabilitation, Mayo Clinic and Mayo Medical School, Rochester, USA; (2) Institut für Klinische Osteologie und Klinik „DER FÜRSTENHOF“, Bad Pyrmont, Germany

Stichworte

Rehabilitation, Osteoporose, Training der Rückenmuskulatur, SPEED-Programm, Posture Training Support (PTS)

Zusammenfassung

Das Ziel der medizinischen Trainingstherapie bei Osteoporose besteht darin, die Rückenmuskulatur zur Verbesserung der aufrechten Körperhaltung zu kräftigen. Deshalb sollte ein spezifisches Trainingsprogramm entsprechend den individuellen Fähigkeiten des Patienten zuerst im Sitzen begonnen werden, um dann mit zunehmendem Kraftzuwachs in eine immer aufrechtere Körperhaltung überzugehen. Mit abnehmender Brüchigkeit und zunehmender Stabilität kann dann auch ein isometrisches Krafttraining für die Rückenmuskulatur begonnen werden. Eine signifikante Verbesserung von Rückenschmerzen, Kyphose, Sturzrisiko und Leistungsfähigkeit im Alltag kann durch das SPEED-Programm erreicht werden. Dabei handelt es sich um ein dynamisches, propriozeptives Training zur Kräftigung der Rückenstreckmuskulatur. Hierzu wird das „Posture Training Support“ (PTS) eingesetzt. Diese Unterstützung besteht aus einem, je nach Trainingszustand, unterschiedlich schweren Rucksack, der zu einer Abnahme von Rundrücken und Schmerzen führen kann, wie sie durch Wirbelkörperkompressionsfrakturen entstanden sind. Durch die verbesserte Aufrichtung wird dann auch ein Reiben von Rippen auf den Beckenkämmen, was in extremen Fällen durchaus auftreten kann, vermieden. Insgesamt sollte die medizinische Trainingstherapie zu einer Zunahme an Muskelkraft führen, ohne die Wirbelsäule durch zusätzliche Kräfte zu sehr zu belasten, um dadurch auch Komplikationen wie sie durch Bewegungsmangel entstehen können, wirksam zu verhindern. Dadurch gelingt es dann auch, Stürzen und Frakturen vorzubeugen. Ähnlich wie bei der medikamentösen Behandlung sollte auch die Bewegungstherapie individuell dosiert werden.

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