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Vergleich von konservativer Therapie vs. CT-gesteuerter Ballonsakroplastie bei der Behandlung von Insuffizienzfrakturen des Os sacrum

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Querschnittlähmung und Osteoporose

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 2 2015 (63-124)
Seiten: 92-98

Vergleich von konservativer Therapie vs. CT-gesteuerter Ballonsakroplastie bei der Behandlung von Insuffizienzfrakturen des Os sacrum

R. Andresen (1), S. Radmer (2), C. W. Lüdtke (1), P. Kamusella (1), M. Görmez (3), C. Wissgott (1), H.-C. Schober (4)

(1) Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Neuroradiologie, Westküstenklinikum Heide, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Kiel, Lübeck und Hamburg, Heide; (2) Facharztpraxis für Orthopädie, Zentrum für Bewegungsheilkunde, Berlin; (3) Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Westküstenklinikum Heide, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Kiel, Lübeck und Hamburg, Heide; (4) Klinik für Innere Medizin I, Klinikum Südstadt Rostock, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Rostock, Rostock

Stichworte

Schmerztherapie, Zementaugmentation, Insuffizienzfraktur, Ballonsakroplastie, konservative Behandlung, Os sacrum-Fraktur

Zusammenfassung

Ziel der Studie: Bei älteren osteoporotischen Patienten sind Insuffizienzfrakturen des Os sacrum relativ häufig und typischerweise mit invalidisierenden Schmerzen verbunden. In unserer Studie sollte das Outcome für die konservative Behandlung und die Ballonsakroplastie retrospektiv überprüft werden. Material und Methoden: Bei 90 Patienten wurde mittels MRT eine Os sacrum-Fraktur detektiert. Die konservative Behandlung beinhaltete Schmerztherapie und physiotherapeutische Maßnahmen. Die Ballonsakroplastie erfolgte CT-gesteuert. Die Schmerzen wurden nach visueller Analogskala (VAS) dokumentiert, die Patientenzufriedenheit wurde nach zwölf Monaten erfragt. Ergebnisse: Bei dem Vergleich der Patienten in den konservativ behandelten Gruppen zeigt sich, dass Patienten mit einem Schmerzniveau bis 5 klinisch deutlich bessere Ergebnisse aufweisen als Patienten mit Werten > 5. In der Interventionsgruppe zeigte sich postinterventionell eine schnelle, signifikante und nachhaltige Schmerzreduktion. Nach zwölf Monaten fand sich eine hohe Patientenzufriedenheit. Fazit: Der Erfolg der konservativen Therapie ist stark von der Schmerzausgangsintensität abhängig. Patienten mit VAS-Werten > 5 sollten aufgrund der schnellen und signifikanten Schmerzreduktion nach Zementaugmentation einer Ballonsakroplastie zugeführt werden.

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