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Querschnittlähmung – ein osteologischer Problemfall

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Querschnittlähmung und Osteoporose

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 2 2015 (63-124)
Seiten: 67-70

Querschnittlähmung – ein osteologischer Problemfall

A. Roth (1)

(1) Universitätsklinik Leipzig AöR

Stichworte

Osteoporose, Immobilisation, Querschnittlähmung

Zusammenfassung

Nach Querschnittlähmung setzt rasch ein Verlust der Knochendichte unterhalb der Läsion ein, insbesondere am distalen Femur und an der proximalen Tibia beidseits. Der Knochenabbau, der mehrere Monate bis Jahre anhält und mit der Zeit langsamer verläuft, ist abhängig von der Höhe der Läsion; die Spongiosa ist mehr davon betroffen als die Kortikalis. Parallel zum Knochenverlust kann laborchemisch unter anderem ein Anstieg von Kalzium und Crosslinks im Urin nachgewiesen werden. Die Erkrankung geht mit einem erhöhten Frakturrisiko einher, typischerweise im Bereich des distalen Femurs und der proximalen Tibia. Frakturen können dort bei normalen Aktivitäten des Lebens ohne adäquates Trauma auftreten. Die Frakturhäufigkeit steigt mit dem Zeitintervall nach der Querschnittlähmung. Als Ursachen der Osteoporose bei Querschnitt werden neben der reinen mechanischen Entlastung vielmehr neurogene, vaskuläre und hormonelle Mechanismen diskutiert.

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