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Osteoporose – was tun bei akuter Querschnittlähmung?

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Querschnittlähmung und Osteoporose

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 2 2015 (63-124)
Seiten: 76-80

Osteoporose – was tun bei akuter Querschnittlähmung?

Empfehlungen der Arbeitsgruppe Osteoporose der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DMGP)

J. Moosburger (1), A. Frotzler (2), Y.-B. Kalke (3)

(1) Rehaklinik Olgabad, Bad Wildbad, Deutschland; (2) Schweizer Paraplegiker-Zentrum, Clinical Trial Unit, Nottwil, Schweiz; (3) Universitäts- und Rehabilitationsklinken Ulm, Querschnittgelähmtenzentrum, Ulm, Deutschland

Stichworte

Osteoporose, Querschnittlähmung

Zusammenfassung

Die Querschnittlähmung ist ein hochgradiger Risikofaktor für die Entstehung einer Osteoporose mit gehäuft pathologischen Frakturen der unteren Extremitäten. Bereits in der Akutphase der Lähmung sollte eine Basisdiagnostik durchgeführt werden, um eine unerkannte Osteoporose zu entdecken sowie Ausgangswerte für den weiteren Verlauf zu erhalten. Die Empfehlungen der Arbeitsgruppe Osteoporose der DMGP wurden in Anlehnung an die DVO-Leitlinie „Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei Männern ab dem 60. Lebensjahr und bei postmenopausalen Frauen“ erarbeitet. Die DXA-Messung und die Bestimmung des Basislabors wird innerhalb von sechs bis acht Wochen nach Lähmungseintritt empfohlen. Als Schwellenwert zur Einleitung der spezifischen medikamentösen Osteoporosetherapie bei rollstuhlpflichtiger Querschnittlähmung wird ein T-Score von minus 2,0 oder darunter empfohlen, unabhängig von Alter und Geschlecht. Vitamin D3 und Kalzium sollten unter bestimmten Voraussetzungen substituiert werden, jedenfalls ab einem T-Wert von minus 1,0 oder darunter. Die Osteoporosetherapie bei Querschnittlähmung ist nur unzureichend evidenzbasiert. Insbesondere die Gabe von spezifischen Osteoporosepräparaten erfolgt gegebenenfalls „off-label“.

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