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Therapieansätze bei querschnittassoziierter Osteoporose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Querschnittlähmung und Osteoporose

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 2 2015 (63-124)
Seiten: 81-84

Therapieansätze bei querschnittassoziierter Osteoporose

A. Frotzler (1), Y.-B. Kalke (2), J. Moosburger (3)

(1) Clinical Trial Unit, Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil, Schweiz; (2) RKU – Universitäts- und Rehabilitationsklinken Ulm, Querschnittgelähmtenzentrum, Orthopädische Universitätsklinik, Ulm, Deutschland; (3) Rehaklinik Olgabad, Bad Wildbad, Deutschland

Stichworte

Osteoporose, Bisphosphonate, Querschnittlähmung, Elektrostimulation

Zusammenfassung

Menschen mit chronischer, motorisch kompletter Querschnittlähmung weisen einen ausgeprägten subläsionalen Abbau der Knochenmineraldichte auf. Die klinische Bedeutung dieses Knochenabbaus liegt in einem erhöhten Risiko für Frakturen der unteren Extremitäten. Daher ist es von klinischer Relevanz, die Knochenfragilität bei Querschnittgelähmten zu reduzieren. Richtlinien für die Therapie einer querschnittassoziierten Osteoporose sind bislang ausstehend. Daher ist es das Ziel der Arbeitsgruppe Osteoporose der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DMGP), in diesem Artikel entsprechende Empfehlungen zu formulieren. Basierend auf wissenschaftlichen Studien kann der Einsatz eines Elektrostimulation-induzierten Fahrradtrainings zur Therapie einer Osteoporose in den unteren Extremitäten von Personen mit chronischer Querschnittlähmung erwogen werden. Die Gabe von Bisphosphonat in Kombination mit Kalzium scheint zudem das Potenzial zu haben, die Knochenresorption bei Männern mit chronischer Querschnittlähmung zu reduzieren. Es muss beachtet werden, dass diese Empfehlungen auf einer beschränkten Studienlage basieren. Weiterführende Studien sind demzufolge notwendig, um insbesondere die Empfehlung für eine Anwendung von Bisphosphonat zur Therapie einer querschnittassoziierten Osteoporose zu erhärten.

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