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Osteoprotektiva in der Endoprothetik

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Implantat und Knochen

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 3 2015 (143-206)
Seiten: 171-174

Osteoprotektiva in der Endoprothetik

R. Skripitz (1)

(1) Orthopädische Klinik und Poliklinik Universitätsmedizin, Rostock

Stichworte

Osseointegration, Arthroplasty, bone loss, osteoprotectives

Zusammenfassung

Die aseptische Lockerung aufgrund periprothetischer Osteolysen ist eine der häufigsten Ursachen für das Versagen von orthopädischen Implantaten. Das grundlegende Verständnis der wichtigsten Mechanismen der Osseointegration und des periprothetischen Knochenverlusts sollte für die Entwicklung von pharmakologischen Strategien zur Verbesserung der periprothetischen Knochenmasse und damit zur Verlängerung der Standzeit eines Implantats herangezogen werden. Ein Beispiel hierfür ist die mögliche Anwendung von RANKL-blockierenden Molekülen, um Abrieb-induzierte Osteolysen zu verhindern. Bisphosphonate sind potente antiresorptive Medikamente in der Behandlung von Osteoporose und anderen Erkrankungen des Knochenstoffwechsels. Mit der Verwendung von Bisphosphonaten oder von beispielsweise auch Parathormon (PTH) besteht heutzutage die potenzielle Möglichkeit, sowohl die Knochenheilung als auch die analog dazu verlaufenden knöchernen Umbauprozesse nach Implantation von Totalendoprothesen und damit die Prothesenstandzeit zu verbessern. Neben einer systemischen Applikation ist in Zukunft aber auch die lokale Applikation der Osteoprotektiva zu diskutieren. Wichtig ist hierbei die Klärung der Dosis, Mehrfach- oder Einfachapplikation der Substanzen. Insgesamt ist durch die Verwendung der möglichen Osteoprotektiva eine weitere Verbesserung der Überlebensraten von Implantaten zu erwarten.

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