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Periprothetische Osteopenie

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Implantat und Knochen

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 3 2015 (143-206)
Seiten: 158-162

Periprothetische Osteopenie

A. Roth (1)

(1) Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig AöR, Leipzig

Stichworte

Endoprothese, Periprothetische Knochendichte, „Stress-Shielding“

Zusammenfassung

Eine periprothetische Osteopenie entwickelt sich nach der Implantation von Endoprothesen. Sie geht mit einem Verlust der periprothetischen Knochendichte einher, welcher Folge der initialen operativen Irritationen, der Immobilisation und des veränderten Kraftverlaufes ist. Das Phänomen wird auch als „Stress-Shielding“ bezeichnet. Es kommt dabei an der Hüfte zu einer Atrophie der proximalen Anteile des periprothetischen Knochens und zur Hypertrophie der die Prothesenspitze umgebenden Regionen. Es ist bislang ungeklärt, ob die Veränderungen Einfluss auf den klinischen Verlauf nehmen werden. So konnte keine ausschließlich dadurch verursachte Beeinflussung der Lockerungsrate beobachtet werden. Die Entstehung von „Stress-Shielding“ wird durch die verwendete Prothesenlegierung, das Design der Prothese, ihre Oberflächengestaltung und die knöcherne Ausgangssituation beeinflusst. Das tritt im Bereich der Endoprothetik sowohl nach Implantation von Hüfttotalendoprothesen um den Stiel der Prothese als auch um Prothesenpfannen und an Knieprothesen auf. Die Veränderung der periprothetischen Knochendichte wird an der Hüfte in definierten Regionen nach Gruen und an der Prothesenpfanne nach DeLee und Charnley mittels DXA-Knochendichte-Geräten gemessen. Potenziell können systemisch verordnete antiresorptive oder osteoanabole Substanzen zur Verhinderung der periprothetischen Osteopenie eingesetzt werden.

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