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Aktuelle Konzepte in der Hüftendoprothetik

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Implantat und Knochen

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 3 2015 (143-206)
Seiten: 147-151

Aktuelle Konzepte in der Hüftendoprothetik

F. Maurer (1)

(1) Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Krankenhaus St. Elisabeth, Oberschwabenkliniken, Ravensburg

Stichworte

Primäre Hüftendoprothetik, Verankerung, Implantatdesign, Revisionsoperation

Zusammenfassung

Auf dem Gebiet der Hüftendoprothetik waren die vergangenen Jahrzehnte gekennzeichnet durch raschen Fortschritt und Entwicklung neuer Techniken. Die Implantation einer Hüftendoprothese hat sich zu einer der sichersten und erfolgreichsten Operationen auf dem Gebiet der Orthopädie entwickelt. Aufgrund der hohen Zahl an Implantationen ist in Deutschland diese Operation auch zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor im Budget einer Klinik geworden. Parallel zu der Zahl von Primärimplantationen sind aber auch die Erwartungen des Patienten gestiegen. Nach wie vor bleibt die korrekt implantierte zementierte Prothese der Standard, an dem sich alle Neuerungen messen lassen müssen. Die zementierte Hüftendoprothese besitzt eine lange Standzeit. Die Vorteile der zementfreien Prothese liegen in einer besseren Biologie; jüngste Entwicklungen gehen dabei in Richtung der Kurzschaftprothesen. Auch auf dem Gebiet der Tribologie wurden erhebliche Fortschritte gemacht. Die neuen Keramik-Keramik-Gleitpaarungen sind deutlich stabiler und besitzen den Vorteil, dass der Abrieb inert und geringer ist als bei den gängigen Metall-Metall-Gleitpaarungen. Gleichzeitig hat die ehemals so hoch gelobte Hüftkappenprothese (McMinn) innerhalb weniger Jahre an Bedeutung verloren. Minimalinvasive Implantationstechniken sind stark auf dem Vormarsch. Sie ermöglichen eine raschere Rehabilitation, aber auf lange Sicht sind die Ergebnisse nicht besser als beim üblichen Vorgehen. Parallel zu der steigenden Zahl an Primärimplantationen steigen auch die Revisionsfälle, auch aufgrund der periprothetischen Frakturen. Diese Entwicklung stellt die Herausforderung in der Zukunft dar.


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