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Körperliches Training, Fraktur und Knochendichte

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Implantat und Knochen

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 3 2015 (143-206)
Seiten: 175-182

Körperliches Training, Fraktur und Knochendichte

Finale Ergebnisse der Erlanger Fitness und Osteoporose-Präventions-Studie (EFOPS)

W. Kemmler (1), M. Bebenek (1), M. Kohl (2), S. von Stengel (1)

(1) Institut für Medizinische Physik, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg; (2) Department of Medical and Life Sciences, Universität Furtwangen

Stichworte

Knochendichte, Menopause, Fraktur, Osteopenie, Körperliches Training

Zusammenfassung

Studienziel: Ziel der Untersuchung war es, den Einfluss eines langjährigen körperlichen Trainings auf die Inzidenz klinischer Frakturen zu erfassen. Material und Methoden: 137 früh-postmenopausale Frauen mit Osteopenie wurden 1998 in die EFOPS-Studie eingeschlossen. 86 Personen wählten den durchgängig überwachten Trainingsarm der Studie (TG), 51 traten der Kontrollgruppe (KG) bei. Primärer Endpunkt waren Frakturrate und -risiko von niedrigtraumatischen klinischen Frakturen, sekundärer Endpunkt die Knochendichte. Ergebnisse: 105 Teilnehmer mit ca. 1650 Teilnehmerjahren wurden in die 16-Jahres-Messung eingeschlossen. Frakturrisiko (Relatives Risiko: 0,51; 95%-Konfidenzintervall: 0,23–0,97) und -rate (0,42; 0,20–0,86) lagen in der Trainingsgruppe signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe. In beiden Gruppen sank die Knochendichte an Lendenwirbelsäule (TG: –1,5 ± 5,0 % vs. KG: 5,8 ± 6,4 %) und Schenkelhals (TG: –6,5 ± 4,6 % vs. KG: 9,6 ± 5,0 %) signifikant ab, die Reduktion der KG lag jedoch für beide Regionen signifikant (p ≤ 0,001) höher. Fazit: Die vorliegende Untersuchung bestätigt mit ausreichender statistischer Power den frakturpräventiven Effekt eines langjährigen körperlichen Trainings bei motivierten, postmenopausalen Frauen mit einem bewusst sportlich aktiven Lebensstil.

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