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Junge mit Schiefhals aufgrund einer Anomalie der oberen Halswirbelsäule

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Labordiagnostik bei metabolischen Knochenerkrankungen

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 4 2015 (207–258)
Seiten: 232-235

Junge mit Schiefhals aufgrund einer Anomalie der oberen Halswirbelsäule

Fallbericht

J. Y. Choi (1), E. S. Park (1)

(1) Department of Rehabilitation Medicine, Severance Hospital, Research Institute of Rehabilitation Medicine, Yonsei University College of Medicine, Seoul, Republic of Korea

Stichworte

Schiefhals, Halswirbelsäulenanomalie

Zusammenfassung

Strukturelle Anomalien der Halswirbelsäule können einen Schiefhals (Torticollis) verursachen. Angeborene Halswirbelsäulenanomalien gelten als seltene Ursache für einen Torticollis bei kleinen Kindern. Da eine Deformation der oberen Halswirbelsäule mit einem erhöhten Risiko für Instabilität und Beeinträchtigung des Rückenmarks einhergeht, ist ein frühzeitiges Erkennen der Anomalie wesentlich, um eine möglicherweise schädigende physikalische Therapie zu vermeiden und ein adäquates therapeutisches Vorgehen in die Wege zu leiten. In diesem Artikel stellen wir den interessanten Fall eines fünfjährigen Jungen vor, der sich in unserer Klinik für die weitere Beurteilung eines Torticollis einfand. Die Röntgenuntersuchung zeigte einen extra Halbwirbel auf der rechten Seite zwischen C1 und C2, darüber hinaus einen Schmetterlingswirbel bei C4 mit begleitender Rippenanomalie. Wir beschreiben die klinischen Manifestationen anhand einer kurzen Literaturübersicht über Halswirbelsäulenanomalien, die zu einem Schiefhals führen.