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Physische Leistungsparameter bei Osteoporose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Versorgungsforschung in der Osteologie

Ausgabe: Hefte von 2016 (Vol. 25): Heft 1 2016 (1-56)
Seiten: 32-36

Physische Leistungsparameter bei Osteoporose

Was können wir erfahren?

J. Torner (1), R. Andresen (2), H.-C. Schober (3)

(1) Abteilung Hämatologie/Onkologie/Palliativmedizin, Klinik für Innere Medizin III der Universität Rostock; (2) Abteilung Radiologie, Westküstenklinikum Heide; (3) Klinik für Innere Medizin I, Klinikum Südstadt Rostock

Stichworte

Osteoporose, Handkraft, Tandemstand, Chair-Rising-Test, Ganggeschwindigkeit

Zusammenfassung

Einleitung: Ergebnisse physischer Tests sind bei Osteoporosepatienten Grundlage von Diagnostik- und Therapieentscheidungen. Die Zielstellung unserer Arbeit bestand in der Ermittlung der Beziehungen von klinischen Untersuchungen wie z. B. Tandemstand (TS), Ganggeschwindigkeit (GS), Handkraft und Chair-Rising-Test (CRT) im Hinblick auf periphere und/oder vertebrale Frakturen und das Alter bei Patienten mit Osteoporose. Methoden: Es wurden retrospektiv und monozentrisch Daten von 174 Patienten (122 w., 52 m.) analysiert. Die Zahl peripherer Frakturen wurde anamnestisch, die Zahl von Wirbelfrakturen anhand von Röntgenaufnahmen ermittelt. Diese wurden in Beziehung zu den o. g. Tests und dem Alter der Patienten gesetzt. Drei Gruppen wurden gebildet: < 60 Jahre, 60–70 Jahre und > 70 Jahre. Ergebnisse: Eine signifikant positive Korrelation fand sich für die Zahl vertebraler Frakturen und den CRT (p < 0,001) und eine negative zur GS (p < 0,001) und zum TS (p < 0,05). Die Handkraft in der Altersgruppe 60- bis 70-Jähriger mit ausschließlich peripheren Frakturen war links (p = 0,001) und rechts (p < 0,001) signifikant vermindert. Schlussfolgerungen: Durch Anwendung dieser Tests werden erhebliche physische Einschränkungen als Folge früherer Frakturen, aber auch als Ursache möglicher weiterer Frakturen offenbar.

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