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Epiphyseolysis capitis femoris bei einem 23-jährigen Mann mit nicht diagnostiziertem hypogonadotropen Hypogonadismus

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteozyt: Morphologie & Funktion

Ausgabe: Hefte von 2016 (Vol. 25): Heft 2 2016 (57-138)
Seiten: 113-116

Epiphyseolysis capitis femoris bei einem 23-jährigen Mann mit nicht diagnostiziertem hypogonadotropen Hypogonadismus

Ein Fallbericht

L. Goebel (1), B. Friesenhahn-Ochs (2), F. Bachelier (1), D. Kohn (1), O. Lorbach (1)

(1) Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, Deutschland; (2) Klinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar, Deutschland

Stichworte

Epiphyseolysis capitis femoris, Hüftschmerz, hypogonadotroper Hypogonadismus, Kallmann-Syndrom

Zusammenfassung

Ein 23-jähriger Mann berichtete über seit zwei Monaten bestehende Schmerzen der rechten Hüfte ohne Trauma. Eine durchgeführte Röntgenuntersuchung wies eine Epiphyseolysis capitis femoris (ECF) rechts nach, sodass eine therapeutische Hüftkopfspickung rechts und eine prophylaktische Spickung links durchgeführt wurde. Bei kindlichem Habitus und gering ausgebildeten sekundären Geschlechtsmerkmalen erfolgte die Umfelddiagnostik. Das Skelettalter betrug 13,5 Jahre und die Knochendichtemessung wies eine hochgradige Osteoporose nach. Die endokrinologische Untersuchung erbrachte den Nachweis eines hypogonadotropen Hypogonadismus. Ein Mikrodadenom der Hypohyse, eine Hypoplasie des Bulbus olfactorius sowie des Sulcus olfactorius, eine Hodendysgenesie und eine hochgradige Hyposmie wurden nachgewiesen. Bei klinischem Verdacht auf ein Kallmann-Syndrom zeigte sich keine Mutation im KAL1-Gen. Eine Substitutionstherapie mit Testosteron und Cholecalciferol wurde eingeleitet. Zusammenfassend sind nur wenige Fälle über ECF bei Erwachsenen publiziert, allerdings muss auch an diese seltene Ursache von atypischen Hüftbeschwerden gedacht werden, insbesondere bei Patienten mit entsprechendem Risikoprofil.

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