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Die endokrine Funktion der Osteozyten

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Osteozyt: Morphologie & Funktion

Ausgabe: Hefte von 2016 (Vol. 25): Heft 2 2016 (57-138)
Seiten: 62-68

Die endokrine Funktion der Osteozyten

T. Yorgan (1), T. Schinke (1)

(1) Department of Osteology and Biomechanics, University Medical Center Hamburg Eppendorf, Hamburg, Germany

Stichworte

Osteozyten, endokrine Funktion, Fgf23

Zusammenfassung

Osteozyten sind über das lakuno-kanalikuläre Netzwerk mit dem vaskulären System verbunden, wodurch die Grundvoraussetzung für die Sekretion endokriner Regulatoren gegeben ist. Die am besten etablierte endokrine Funktion des Osteozyten-Netzwerks ist die Regulation der Phosphat-Homöostase durch die Sezernierung von Fgf23, einem Hormon, das u. a. die renale Phosphat-Resorption inhibiert. Zudem wurden weitere Faktoren osteozytären Ursprungs identifiziert, welche die Phosphat-Homöostase direkt oder Fgf23-abhängig beeinflussen. Des Weiteren bilden Osteozyten auch Modulatoren der Wnt-Signaltransduktion, z. B. Sklerostin oder Dkk1. Da diese Moleküle als Inhibitoren der Knochenbildung wirken, könnte ein zusätzlicher Einfluss von Osteozyten auf den Glukose- und Energiestoffwechsel vorhanden sein. In der Tat gibt es Hinweise darauf, dass die Insulinproduktion im Pankreas sowie die Insulinsensitivität peripherer Organe durch Osteokalzin, einem Marker der Knochenbildung, reguliert werden. Somit ist es nicht unwahrscheinlich, dass zukünftig weitere Moleküle osteozytären Ursprungs entdeckt werden, die einen systemischen Einfluss auf die Homöostase des Gesamtorganismus haben.


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