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Differenzierung subchondraler Insuffizienzfrakturen von Osteonekrosen

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Muskuloskelettale Radiologie

Ausgabe: Hefte von 2016 (Vol. 25): Heft 3 2016 (139-234)
Seiten: 143-149

Differenzierung subchondraler Insuffizienzfrakturen von Osteonekrosen

A. L. Falkowski (1), A. Hirschmann (1)

(1) Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Universitätsspital Basel, Basel, Schweiz

Stichworte

Osteonekrose, Hüfte, Knie, subchondrale Insuffizienzfraktur

Zusammenfassung

Osteonekrosen und subchondrale Insuffizienzfrakturen beruhen auf unterschiedlichen Pathomechanismen. So ist bei der Osteonekrose die Blutversorgung des Knochens gestört, sodass auch ein multifokaler Befall auftreten kann. Bei der subchondralen Insuffizienzfraktur ist die Blutversorgung intakt, der Knochen jedoch in seiner Architektur gestört, sodass dieser normalen Belastungen nicht mehr standhalten kann. Neben der Anamnese des Patienten ist radiologisch die charakteristische Form der Demarkierungs- respektive Frakturlinie zur Gelenkfläche ein entscheidendes Diagnosekriterium. Ein Knochenmarködem liegt in beiden Entitäten vor und gilt bei der Osteonekrose als Risikofaktor eines Gelenkflächeneinbruchs. Die Quantifizierung der Knochenveränderung hilft dem zuweisenden Kollegen in der Entscheidung der Therapiewahl, da diese die Prognose beeinflusst. Eine frühzeitige Diagnostik mittels MRT ist notwendig, da konventionell radiologische Frühzeichen fehlen. Hierdurch kann eine adäquate Therapie zeitgerecht eingeleitet werden, um einen Gelenkflächeneinbruch mit sekundärer Arthrose zu verhindern.

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