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Die akute Osteomyelitis des Kindes

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2017 (Vol. 26): Heft 4 2017 (191-266)
Seiten: 203-210

Die akute Osteomyelitis des Kindes

T. Wirth (1)

(1) Orthopädische Klinik, Olgahospital, Klinikum Stuttgart

Stichworte

Staphylococcus aureus, Akute hämatogene Osteomyelitis, Säuglingsosteomyelitis, antibiotische Therapie, Notfallindikation

Zusammenfassung

Die akute hämatogene Osteomyelitis ist eine schwere Erkrankung im Kindesalter, die bei verzögerter Diagnose und Therapie bleibende Schäden am Skelettapparat verursachen kann. Die Virulenz der Erkrankung kann von einer unterschwelligen Betroffenheit bis zu septischen Krankheitsbildern reichen. Das Keimspektrum hat sich über die Jahre verändert, aktuell ist Staphylococcus aureus der häufigste ursächliche Keim. Der prozentuale Anteil der Methicillin-resistenten Spezies (MRSA) variiert regional beträchtlich. Eine schnelle Diagnose unter Berücksichtigung der klinischen Symptome, des Labors und der bildgebenden Diagnostik, in der die Sonografie und das MRT die größte Bedeutung besitzen, ist die Basis. Die Therapie wird im Sinne einer Notfallindikation entweder konservativ antibiotisch oder zusätzlich durch operative Maßnahmen sofort eingeleitet. Die Operationen dienen zur Entlastung von intraossären, subperiostalen und Weichteilabszessen oder zur Kürettage und Ausräumung nekrotischen Knochens. Eine begleitende Gelenkinfektion wird arthroskopisch gespült. Folgeoperationen sind keine Seltenheit. Die Dauer der antibiotischen Behandlung orientiert sich an der Schnelligkeit der Normalisierung des klinischen Bildes und des CRP-Wertes. Trotz suffizienter Frühbehandlung kann es zu Spätfolgen wie Rezidiven, Wachstumsstörungen und geschädigten Gelenken kommen.

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