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Die Rolle der Knochenumbaumarker bei Knochenmetastasen

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2009 (Vol. 18): Heft 1 2009 (35-70)
Seiten: 24-34

Die Rolle der Knochenumbaumarker bei Knochenmetastasen

M. Seibel (1)
(1) Bone Research Program, ANZAC Research Institute, University of Sydney, and Department of Endocrinology & Metabolism, Concord Hospital, Concord

Stichworte

Knochenmetastasen, Knochenumbaumarker, Diagnostik von Tumorpatienten

Zusammenfassung

Biochemische Marker des Knochenstoffwechsels werden heute in der klinischen Praxis im-mer häufiger eingesetzt. Auf dem Gebiet der Onkologie stehen diese Marker mit dem Auftreten, der Prognose und dem Ansprechen auf therapeutische Interventionen maligner Knochenläsionen in Verbindung. So sind z.B. Marker des Knochenabbaus häufig bei Patienten mit ossären Metastasen erhöht. Obwohl angesichts dieser Befunde postuliert werden könnte, dass diese Marker in der Diagnostik von Tumorpatienten von Nutzen sein könnten, lässt die derzeitige Datenlage keine abschließende Beurteilung über die Genauigkeit und Gültigkeit der gegenwärtig eingesetzten Marker in der Früherkennung von Knochenmetastasen zu. Infolge der antiresorptiven Wirkung der Bisphosphonate können biochemische Marker des Knochenumbaus zur Therapiekontrolle beziehungsweise als prognostischer Marker hinzugezogen werden. Jedoch bleibt bis dato unbekannt, ob die Verwendung von Knochenmarkern in der klinischen Routine bei Tumorpatienten auch einen Einfluss auf den Heilungsverlauf bzw. der Langzeitprognose hat. Die Knochenmarker haben einen unzureichenden diagnostischen und prognostischen Wert, um alleinig verwendet werden zu können. Die Kombination dieser Marker mit anderen diagnostischen Techniken könnte jedoch die klinische Beurteilung von Patienten mit Tumorarten, die in die Knochen metastasieren, verbessern.

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