Anzeige

Ausgaben

Knochenstoffwechselmarker bei renaler Osteodystrophie

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2009 (Vol. 18): Heft 1 2009 (35-70)
Seiten: 35-40

Knochenstoffwechselmarker bei renaler Osteodystrophie

M. Haas, D. Cejka

Stichworte

Hyperparathyreoidismus, Renale Osteodystrophie, Knochenstoffwechselmarker, Knochenaufbau, high turnover, low turnover

Zusammenfassung

Die chronische Niereninsuffizienz geht mit einer Störung des Knochenstoffwechsels einher. Diese „renale Osteodystrophie“ (ROD) ist im Wesentlichen durch einen beschleunigten oder verlangsamten Knochenumsatz gekennzeichnet. Die Knochenbiopsie ist die genaueste Methode zur Diagnose einer renalen Osteodystrophie, allerdings können auch mittels Messung serologischer Knochenmarker Hinweise auf die zugrundeliegende Form der Erkrankung gefunden werden. Üblicherweise werden zur Abschätzung des Knochenaufbaues Osteokalzin und zur Abschätzung des Knochenabbaues das C-Telopeptid (CTX) bestimmt. Als weiterer effektiver Marker zur Beurteilung der Knochenformation gilt die alkalische Phosphatase. Auch das Parathormon kann zur Beurteilung des Knochenumsatzes herangezogen werden, allerdings ist die Aussagekraft nicht besser als die der anderen Knochenmarker. Nachteilig bei den meisten Knochenmarkern ist ihre renale Elimination. Bei zunehmender Einschränkung der Nierenfunktion kommt es zu einer Kumulation und Verfälschung des tatsächlichen Wertes. Die Bestimmung einzelner Knochenmarker ist daher nicht besonders aussagekräftig und es empfiehlt sich die zeitgleiche Bestimmung mehrerer Marker.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.
Clemens Grupp, Florian Weber

arthritis + rheuma 2006 26 1: 22-26

2.

K. Joseph, U. Welcke, H. Höffken, T. Koppelberg, M. Rothmund

Nuklearmedizin 1994 33 3: 93-98

3.

M. Diaz, A. Bockisch, K. Hahn, S. Walgenbach

Nuklearmedizin 1994 33 1: 42-45