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Säure-Basen-Gehalt der Nahrung und Knochengesundheit

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2008 (Vol. 17): Heft 2 2008 (35-102)
Seiten: 55-59

Säure-Basen-Gehalt der Nahrung und Knochengesundheit

J. Vormann
Institut für Prävention und Ernährung, Ismaning/München

Stichworte

Osteoporose, Ernährung, Säure-Basen-Status, Azidose

Zusammenfassung

Die Regulation des pH-Werts innerhalb und außerhalb der Zellen ist eine wesentliche Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit unseres Organismus. Der Säureüberschuss in unserer Nahrung kann – insbesondere bei altersbedingt nachlassender Nierenfunktion – zur sogenannten latenten Azidose führen. Die übliche westliche Ernährung enthält täglich einen Säureüberschuss von 50–100 mmol, der über die Niere eliminiert werden muss. Ursache ist der hohe Konsum von schwefelhaltigem Protein aus tierischen und Getreideprodukten bei gleichzeitig zu geringem Basenverzehr aus Gemüse, Obst und Salat. Obwohl eine ernährungsinduzierte latente Azidose nicht zu Änderungen des Blut-pH-Werts führt, werden endogene Puffer verbraucht, die insbesondere aus dem Knochen wieder aufgefüllt werden, wodurch langfristig das Osteoporoserisiko steigt. Daten aus physiologischen, epidemiologischen und Interventionsstudien belegen, dass ein ausgeglichener Säure-Basen- Status Knochenparameter verbessert und das Osteoporoserisiko begrenzt. Die nahrungsbedingte Säure-Basen- Zufuhr lässt sich mit neu entwickelten PRAL-Tabellen (potentielle renale Säurelast) berechnen.

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