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Phytoöstrogene und Knochenstoffwechsel

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2008 (Vol. 17): Heft 2 2008 (35-102)
Seiten: 71-73

Phytoöstrogene und Knochenstoffwechsel

C. Tempfer
Universitätsklinik für Frauenheilkunde; Medizinische Universität Wien, Österreich

Stichworte

Knochenstoffwechsel, Phytoöstrogene, Knochenfrakturen

Zusammenfassung

Insgesamt lässt sich anhand der vorhandenen Daten feststellen, dass Phytoöstrogene in vielfacher Weise in den Knochenstoffwechsel eingreifen. Klinische Studien zeigen einen geringgradigen positiven Effekt auf Knochenmineralgehalt und Knochendichte an verschiedenen Messpunkten, wobei jedoch die Datenlage als kontrovers zu beurteilen ist. Offensichtlich existieren eine Vielzahl von Einflussfaktoren, die die Effektivität einer Supplementierung von Phytoöstrogenen auf den Knochenstoffwechsel verändern, darunter Körpergewicht, körpereigene Equolproduktion, Dauer der Postmenopause vor Therapiebeginn, Kalziumgehalt der Nahrung oder konkomitante Hormontherapie. Festzustellen ist außerdem, dass bis dato keine klinische Endpunktstudie vorliegt, die eine positive Wirkung von Phytoöstrogenen auf die Knochenfrakturrate nachweist. Zusammenfassend ist daher eine Phytoöstrogensupplementierung zur Prävention von Knochenfrakturen nicht indiziert.

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