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Das Syndrom der renalen Osteopathie - Pathogenese, Klinik, Diagnostik und Therapie

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2008 (Vol. 17): Heft 3 2008 (103-190)
Seiten: 125-134

Das Syndrom der renalen Osteopathie - Pathogenese, Klinik, Diagnostik und Therapie

P. M. Jehle
Ev. Krankenhaus der Paul-Gerhardt-Stiftung, Lutherstadt Wittenberg, Klinik für Innere Medizin und KfH-Nierenzentrum (Chefarzt bzw. leitender Arzt: Prof. Dr. Peter M. Jehle)

Stichworte

Osteoporose, Vitamin D, Phosphatbinder, Kalzimimetika, Renale Osteopathie, sekundärer Hyperparathyreoidismus, Kalziphylaxie, kardiovaskuläre Verkalkungen

Zusammenfassung

Das Syndrom der renalen Osteopathie ist komplex und führt zu einer erheblichen Zunahme der Morbidität und Mortalität dieser Patienten. Primär sollte der Entstehung eines sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT) präventiv begegnet werden. Hier gilt es, frühzeitig und dauerhaft einen Vitamin-D-Mangel auszugleichen und dann bei Einschränkung der GFR unter 60 ml/min zusätzlich mit niedrigen Dosen aktiver Vitamin-D-Metabolite die fehlende renale Aktivierung von Calcitriol zu ersetzen. In diesem Stadium der Niereninsuffizienz sollte die Hyperphosphatämie bereits behandelt werden. Die Vitamin-D-Therapie hat aufgrund ihrer pleiotropen und wahrscheinlich antiatherogenen Effekte auch einen Stellenwert in der Langzeittherapie. Neue Medikamente wie das Kalzimimetikum Cinacalcet, das aktive Vitamin-D-Analogon Paricalcitol und die kalziumfreien Phosphatbinder Sevelamer und Lanthanumkarbonat haben die Therapie der renalen Osteopathie entscheidend verbessert und tragen dazu bei, dass bei mehr Patienten die in den Leitlinien empfohlenen Referenzwerte für PTH, Serumkalzium und Phosphat erreicht werden können. Dadurch wird die Notwendigkeit der Parathyroidektomie, die bei Patienten mit autonomem HPT immer noch indiziert ist, in den nächsten Jahren noch weiter zurückgehen.

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