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Therapie der Hyperphosphatämie bei renaler Osteopathie

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2008 (Vol. 17): Heft 3 2008 (103-190)
Seiten: 142-147

Therapie der Hyperphosphatämie bei renaler Osteopathie

T. H. Ittel
Hanse-Klinikum Stralsund, Medizinische Klinik (Chefarzt: Prof. Dr. Thomas H. Ittel)

Stichworte

Phosphatbinder, Hyperphosphatämie, Sevelamer, Lanthankarbonat

Zusammenfassung

Die Therapie der Hyperphosphatämie basiert auf Phosphatbindern, adäquater Dialyse und diätetischen Maßnahmen. Neben aluminiumhaltigen Phosphatbindern, deren Einsatz mit einer erheblichen Toxizitätsproblematik belastet ist, stehen kalziumhaltige Phosphatbinder und die kalziumfreien Phosphatbinder Sevelamer und Lanthankarbonat zur Verfügung. Sevelamer scheint besonders geeignet für inzidente Dialysepatienten mit radiologisch nachweisbarem Gefäßkalk, da unter diesem Phosphatbinder weniger progrediente Gefäßverkalkungen beobachtet werden als unter Therapie mit kalziumhaltigen Phosphatbindern. Allerdings konnte bislang in kontrollierten Studien kein Nachweis erbracht werden, dass Sevelamer im Vergleich zu Kalziumacetat die kardiovaskuläre Mortalität bei prävalenten Dialysepatienten reduziert. Lanthankarbonat ist aufgrund seiner hohen Affinität zu Phosphat der effektivste aluminium- und kalziumfreie Phosphatbinder. Er ist besonders geeignet zur Reduktion einer unerwünscht positiven Kalziumbilanz unter als Phosphatbinder eingesetzten Kalziumsalzen und ist günstig für Patienten mit supprimiertem Parathormon. Daten zum Effekt auf die Progression von vaskulären Verkalkungen liegen mit Lanthankarbonat derzeit noch nicht vor.

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