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Differenzialindikative physikalische Schmerztherapie der Osteoporose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2008 (Vol. 17): Heft 4 2008 (191-262)
Seiten: 212-215

Differenzialindikative physikalische Schmerztherapie der Osteoporose

U. Lange 1, Ch. Uhlemann2
1 Kerckhoff-Klinik, Abteilung Rheumatologie, Klinische Immunologie, Physikalische Medizin und Osteologie, Justus-Liebig-Universität Gießen, Bad Nauheim 2Kompetenzzentrum für Naturheilverfahren, Medizinische Klinik II, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Stichworte

Schmerzreduktion, Osteoporose, Physiotherapie, physikalische Medizin

Zusammenfassung

Das Spektrum der physikalischen Schmerztherapie bei Osteoporose beinhaltet elektrische (Elektrotherapieverfahren), thermische (hydrothermisch, hochfrequenzthermisch, lichtthermisch) und mechanisch-dynamische (Massage, Krankengymnastik) Reize, die sowohl regional-lokal als auch ganzheitlich appliziert werden können. Dabei setzt jedoch eine effiziente Schmerztherapie unabdingbar eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Schmerzzuständen voraus: Während beispielsweise beim akuten Schmerz der physikalischen Therapie die Funktion einer Immediatbehandlung gleichkommt (in der Regel Schonung und „milde“ Kälteapplikationen), muss sie beim chronischen Schmerz die einer adaptiven Leistungstherapie neuronaler Strukturen erfüllen (formativ-adaptive Krankengymnastik, trophikverbessernde Wärmetherapie, Gleichstrom, transkutane elektrische Nervenstimulation = TENS). Aufgrund unterschiedlicher Schweregrade, Erscheinungsformen und Komplikationen der Osteoporose ist eine Funktionsdiagnostik sowohl unter pathomorphologischem als auch pathofunktionellem Aspekt indiziert und notwendig, da diese mit einem speziellen Schmerzverhalten assoziiert sind. Von essenzieller Bedeutung ist die Identifizierung des Schmerzes/ der Empfindung bezüglich Ätiologie (Fehlfunktion, Destruktion, Degeneration) und Pathomechanismus (mechanisch, chemisch, psychosomatische Fehlspannung). Nur durch die entsprechende Differenzierung der Schmerzursache kann die korrekte und wirkungsphysiologische optimale Physiotherapie erfolgen. Denn: Eine physikalische Therapie der Osteoporose per se existiert nicht!

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