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Wirkung von intravenösem Ibandronat auf Knochendichte und Knochenmarker - Praxisstudie mit postmenopausalen Frauen mit Osteoporose in einer rheumatologischen Praxis

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2009 (Vol. 18): Heft 2 2009 (73-168)
Seiten: 128-134

Wirkung von intravenösem Ibandronat auf Knochendichte und Knochenmarker - Praxisstudie mit postmenopausalen Frauen mit Osteoporose in einer rheumatologischen Praxis

I. Bernasconi (1), H.J. Häuselmann (2)
(1) Gynäkologie und Geburtshilfe, Spital Männedorf, Schweiz; (2) Zentrum für Rheuma- und Knochenerkrankungen, Zürich, Schweiz

Stichworte

Knochendichte, Postmenopausale Osteoporose, Bisphosphonat, Ibandronat, DXA, Desoxypyridinolin im Urin, Knochenabbauparameter

Zusammenfassung

Die vorliegende Praxisstudie zeigt Ergebnisse mit dem Bisphosphonat Ibandronat, das in der Zeit von 2001 bis 2006 parenteral bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose verabreicht wurde, bevor die Substanz am 1.Oktober 2006 mit dem Namen Bonviva® offiziell auf dem schweizerischen Markt erschien. Das Medikament wurde bei 71konsekutiv und nicht selektionierten Patientinnen mit postmenopausaler Osteoporose, die orale Bisphosphonate aus gastrointestinalen Gründen nicht vertragen haben, in einer rheumatologischen Praxis eingesetzt. Die Initialdosis betrug 2mg alle drei Monate, die dann je nach Knochenabbaumarker auf 2mg alle zwei bis drei Monate angepasst wurde. Die Wirkung des Medikaments konnte bei 30Patientinnen anhand von Knochendichtemessungen der Lendenwirbelsäule und der Hüfte sowie anhand der Knochenabbaumarker Pyridinolin und Desoxypyridinolin evaluiert werden. In Bezug auf die Veränderung der Knochendichte zeigte sich eine gute und mit prospektiven randomisierten Studien mit der gleichen Substanz vergleichbare Wirkung auf die Knochendichte der Lendenwirbelsäule (1,6 Prozent Zunahme nach einem Jahr, 2,8 Prozent nach zwei Jahren und 6,4 Prozent nach vier Jahren). Die intravenöse Behandlung erwies sich insgesamt als gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen von i.v.-Ibandronat waren Arthralgien und Exantheme, daneben grippeähnliche Symptome und Kopfschmerzen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die positive Wirkung auf die Knochendichte in der LWS unter parenteraler Ibandronattherapie und die registrierten Nebenwirkungen in unserer Praxisstudie vergleichbar sind mit denen aus den großen RCTs im Verlauf von zwei bis vier Jahren.

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