Anzeige

Ausgaben

Blutsenkungsgeschwindigkeit als ein Risikofaktor für Osteoporose in Patienten mit aktivem Morbus Crohn

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Knochentumoren

Ausgabe: Hefte von 2009 (Vol. 18): Heft 3 2009 (169-248)
Seiten: 209-216

Blutsenkungsgeschwindigkeit als ein Risikofaktor für Osteoporose in Patienten mit aktivem Morbus Crohn

H. Siggelkow (1, 2), J. Cortis (1), Ch. Claus (1), M. Funke (3), W. Nolte (1), M. Hüfner (1), D. Raddatz (1)

(1) Department of Gastroenterology and Endocrinology, University Clinic of Goettingen, Goettingen, Germany; (2) Endokrinologikum Göttingen, Goettingen, Germany; (3) Department of Radiology, University Clinic of Göttingen, Goettingen, Germany

Stichworte

Risikofaktoren, Osteoporose, Morbus Crohn, Blutsenkungsgeschwindigkeit

Zusammenfassung

Bei Patienten mit Morbus Crohn (MC) besteht häufig eine erniedrigte Knochendichte (BMD) und ein erhöhtes Risiko für Frakturen. In dieser Studie untersuchten wir Patienten im akuten Schub eines MC und in Remission ohne Steroidtherapie vier Wochen vor der Untersuchung hinsichtlich Knochenstoffwechsel, Knochendichte, Entzündungsmarkern sowie Zykotinen. Als Vergleich dienten alters- und geschlechtsadaptierte gesunde Probanden sowie Osteoporosepatienten. Von sieben Patienten mit akutem Schub des MC hatten vier eine Osteopenie oder Osteoporose nach WHO-Kriterien. Die Blutsenkung (BSG) war mit der BMD am Femurhals (R2=0.853, p<0.01) und an der Wirbelsäule assoziiert (R2=0.772, p<0.05). Die BSG korrelierte weiterhin negativ zur Knochenformation gemessen an der knochenspezifischen alkalischen Phosphatase (R2=0.725, R=–0.852, p<0.05). Der klinische Aktivitätsindex CDAI war nicht in der Lage, das Risiko für die Knochenbeteiligung vorherzusagen. Bei Patienten mit MC scheint der Entzündungsprozess, charakterisiert durch die hohe BSG, Knochenverlust anzuzeigen und kann für die Bestimmung des Osteoporoserisikos bei MC-Patienten wertvoll sein.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.

H.-J. Lakomek (1), B. Bokemeyer (2, 3), M. Lakomek (1), E. Aydilek (4), H. Siggelkow (4, 5)

Die Medizinische Welt 2013 64 3: 158-164

2.

H.-J. Lakomek (1), B. Bokemeyer (2, 3), M. Lakomek (1), E. Aydilek (4), H. Siggelkow (4, 5)

arthritis + rheuma 2012 32 6: 351-360

3.
Franz Jakob

arthritis + rheuma 2004 24 1: 5-10