Ausgaben

Hibernom – ein seltener Weichteiltumor

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Knochentumoren

Ausgabe: Hefte von 2009 (Vol. 18): Heft 3 2009 (169-248)
Seiten: 204-208

Hibernom – ein seltener Weichteiltumor

C. Eberhardt (1), B. Habermann (2), K. Engels (3), A. Kurth (2)

(1) Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Klinikum Hanau; (2) Klinik für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, Universitätsklinik, Johannes Gutenberg Universität, Mainz; (3) Senckenbergisches Institut für Pathologie, Universitätsklinik Frankfurt

Stichworte

Hibernom, Weichteiltumor

Zusammenfassung

Hibernome sind seltene benigne, von braunem Fettgewebe differenzierte Tumoren. Sie treten hauptsächlich in der dritten bis fünften Lebensdekade bei vermutlich leichter Bevorzugung des männlichen Geschlechts auf. Die am häufigsten betroffene anatomische Lokalisation ist der Oberschenkel gefolgt von Schulter, Rücken und Hals. Die in der Regel asymptomatischen Tumoren werden oft als Zufallsbefund entdeckt und gewinnen oft erst durch ihre kontinuierliche Größenzunahme klinische Bedeutung. Histologisch unterscheidet man vier morphologische Formen: die typische Variante mit Subtypen, die myxoide, die lipomähnliche und die spindelzellige Variante. Die kernspintomografische Diagnostik zeigt charakteristische aber nicht spezifische Merkmale, so dass die abschließende Diagnosesicherung durch eine histologische Begutachtung zu stellen ist. Vereinzelt sind lokale Rezidive nach intraläsionaler Resektion beschrieben. Für den Fall einer sicheren marginalen Resektion bestehen diese Bedenken nicht, so dieses Vorgehen bei gegebener operativer Indikation zu empfehlen ist. Bislang existieren in der Literatur keine Hinweise auf eine eingetretene Metastasierung durch ein Hibernom.


Osteologie 4/2017: Verschiedene Krankheitsformen der Osteomyelitis

Die Knochenmarkentzündung ist ein Krankheitsbild mit verschiedenen Erscheinungsformen und stellt...

Osteologie 03/2017 – Störungen des Knochenstoffwechsels

Der Zusammenhang zwischen Nierenfunktionseinschränkungen und Störungen des Knochenstoffwechsels ist...

Osteologie 2/2017: Knochenmarködemsyndrom

Das Knochenmarködemsyndrom (KMÖS) ist eine teilweise sehr schmerzhafte Erkrankung, überwiegend an...