Anzeige

Ausgaben

Chondrogene Knochentumoren

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Knochentumoren

Ausgabe: Hefte von 2009 (Vol. 18): Heft 3 2009 (169-248)
Seiten: 191-199

Chondrogene Knochentumoren

M. Tonak (1), A. A. Kurth (1)

(1) Klinik für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, Universitätsmedizin, Johannes Gutenberg Universität, Mainz

Stichworte

Knorpeltumoren, Chondrosarkome

Zusammenfassung

Chondrogene Tumoren sind unter den Tumoren des Skeletts eine der häufigsten Vertreter – insgesamt aber relativ selten. Die Mehrzahl ist gutartig oder niedrig maligne. Einige Chondrosarkome weisen jedoch ein hoch aggressives Verhalten auf. Für die Diagnosestellung ist die Synopse aus Klinik, Radiologie und Histologie unerlässlich. Periphere gutartige Knorpeltumoren ohne klinische Symptomatik bedürfen meist keiner Therapie. Bei der Behandlung von Chondrosarkomen steht die chirurgische Kontrolle des Lokalrezidivs im Vordergrund. Daneben gibt es unter kurativer Intention bisher keine zufrieden stellenden auf Chemotherapeutika oder Strahlenapplikation basierenden Therapieoptionen. Momentan gilt es, die Ergebnisse von Studien mit neuen Chemotherapeutika und monoklonalen Antikörpern abzuwarten. Neue Therapieansätze mit Bisphosphonaten weisen in vitro vielversprechende Ergebnisse auf, haben jedoch aus den Laboratorien in die klinische Anwendung noch einen langen Weg vor sich. Zur Beschleunigung der Diagnosestellung und Optimierung der Therapie sollten die Diagnostik und die Behandlung chondrogener Tumoren in einem Zentrum für Knochentumoren mit interdisziplinärem Setting erfolgen.