Anzeige

Ausgaben

Kalzimimetika zur Behandlung des sekundären Hyperparathyreoidismus

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2008 (Vol. 17): Heft 3 2008 (103-190)
Seiten: 148-153

Kalzimimetika zur Behandlung des sekundären Hyperparathyreoidismus

R. Fiedler
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II (Direktor: Prof. Dr. med. habil. Matthias Girndt)

Stichworte

Dialyse, Vitamin D, Hyperparathyreoidismus, Kalzimimetika, Parathormon, Chronische Niereninsuffizienz, Kalzium-Phosphat-Produkt

Zusammenfassung

Der sekundäre Hyperparathyreoidismus (sHPT) ist einer der wesentlichsten Folgen der chronischen Niereninsuffizienz. Er verursacht über den gestörten Kalzium-Phosphat-Stoffwechsel nicht nur die Entstehung von ossären Veränderungen („renale Osteopathie“), sondern ist ebenso mitverantwortlich für extraossäre Kalzium-Phosphat-Ablagerungen, die zu einer erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität des nierenkranken Patienten führen. Der kalziumsensible Rezeptor (CaSR) in der Nebenschilddrüse und seine therapeutische Stimulierung durch Kalzimimetika sind wichtige Stellgrößen zur Behandlung des sHPT. Für sogenannte Typ-II-Kalzimimetika (z. B. Cinacalcet) konnte die effektive und sichere Supprimierung des Parathormons und des Kalzium-Phosphat-Produktes nachgewiesen werden. Die additive niedrig dosierte Vitamin-D-Gabe sollte jedoch nicht vergessen werden, da nicht nur dem Vitamin- D-Mangel, sondern auch dem schweren sHPT optimal entgegengewirkt wird. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Therapie mit Cinacalcet nicht nur häufiger zur Einhaltung der biochemischen Zielwerte der NKF-K/DOQI-Leitlinien führt, sondern auch die Inzidenz von kardiovaskulären Ereignissen und chirurgischen Parathyreoidektomien zu reduzieren scheint.

Artikel, die Sie auch interessant finden könnten...

1.

U. Querfeld (1)

Osteologie 2011 20 4: 320-323

2.
Clemens Grupp, Florian Weber

arthritis + rheuma 2006 26 1: 22-26

3.

L. Pape (1), T. Ahlenstiel (1)

Kinder- und Jugendmedizin 2010 10 6: 335-342