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Steigerung der Knochenfestigkeit durch Ganzkörpervibrationstraining

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Technische Hilfsmittel und muskuloskelettale Gesundheit

Ausgabe: Hefte von 2015 (Vol. 24): Heft 1 2015 (1-62)
Seiten: 30-41

Steigerung der Knochenfestigkeit durch Ganzkörpervibrationstraining

Eine Übersicht über die aktuelle Studienlage

S. von Stengel (1), W. Kemmler (1)

(1) Institut für Medizinische Physik; Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Stichworte

Osteoporose, Knochendichte, Training, Ganzkörper-Vibrationstraining, WBV, BMD

Zusammenfassung

Ganzkörpervibrationstraining (Whole Body Vibration [WBV] Training) stellt eine „alternative Trainingstechnologie“ dar, die in der letzten Dekade zunehmend Verbreitung gefunden hat und sich auch im Bereich Osteoporose etablieren konnte. WBV-Training besitzt das Potenzial, das Frakturrisiko als zentrale Zielgröße aller Interventionsmaßnahmen im Bereich Osteoporose über die zwei Trainingsziele „Erhöhung der Knochenfestigkeit“ und „Reduktion des Sturzrisikos“ anzusteuern. Die osteogene Wirkung von WBV wurde in tierexperimentellen Studien klar belegt. Im Gegensatz dazu weisen die humanen klinischen WBV-Studien eher heterogene Ergebnisse auf, wobei 11 von 19 Studien signifikant positive Ergebnisse berichten. Die uneinheitlichen Ergebnisse in humanen Studien könnten nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass in den Studien unterschiedliche Geräte und Belastungsprotokolle zur Anwendung kamen. In diesem Beitrag werden die grundlegenden Wirkungsweisen von WBV auf den Knochen dargestellt und inhaltliche Unterschiede von WBV-Training vor dem Hintergrund der heterogenen Studienergebnisse diskutiert, wobei das Ziel die Identifikation von Erfolgsprädikatoren für ein osteogenes WBV Training ist.

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