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Sarkopenie

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Sarkopenie/Hypophosphatasie

Ausgabe: Hefte von 2017 (Vol. 26): Heft 1 2017 (1-58)
Seiten: 7-12

Sarkopenie

Pathophysiologie und Therapie

W. Kemmler (1), F. Jakob (2), C. Sieber (3)

(1) Institut für Medizinische Physik, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Erlangen; (2) Orthopädisches Zentrum für Muskuloskeletale Forschung, Experimentelle und Klinische Osteologie, Orthopädische Klinik König-Ludwig-Haus Würzburg, Universität Würzburg; (3) Institut für Biomedizin des Alterns, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Nürnberg

Stichworte

Diagnostik, Intervention, Sarkopenie, Sarcopenic Obesity, Definition

Zusammenfassung

Sarkopenie ist eine altersassoziierte Erkrankung, deren Prävalenz mit der zunehmenden Lebenserwartung ansteigt. Der Verlust an Muskelmasse und Funktion geht mit einer erhöhten Mortalität und mit einem hohen Risiko der Behinderung und der Hospitalisierung einher. Die Angaben über die Häufigkeit in selbstständig lebenden Populationen sind sehr inkonsistent. Wichtige Risikofaktoren sind genetische/epigenetische Faktoren, Immobilisation, Fehl- und Mangelernährung, Hormonmangelzustände, chronische Entzündung und ein Anstieg der inhibitorischen Faktoren der Geweberegeneration. Trotz hoher Forschungsintensität und intensiver Diskussion in Konsensus-Konferenzen über die diagnostischen Kriterien besteht noch keine einheitliche Definition der Sarkopenie. Eine ganze Reihe von Interventionsstrategien werden klinisch getestet. Trainings-Regimes, Ernährungsprogramme, Hormonersatztherapien und pharmakologische Ansätze mit anabolen Prinzipien wie SARMs, Ghrelin/Wachstumshormon und Myostatin-Antagonisten sind in der klinischen Evaluationsphase. Aus den wenigen bereits publizierten Studienergebnissen wird deutlich, dass Trainingsprogramme und Medikamente ein hohes Potenzial haben. Nicht wenige Studien zeigen aber über die Verbesserungen der Surrogatparameter hinaus keine eindrucksvollen Funktionsverbesserungen. Zukünftige Strategien müssen multimodale Interventionen zum Inhalt haben und im Design verbessert werden.

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