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Das Knochenmarködemsyndrom-Register

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Thema:

Knochenmarködemsyndrom

Ausgabe: Hefte von 2017 (Vol. 26): Heft 2 2017 (59-130)
Seiten: 87-92

Das Knochenmarködemsyndrom-Register

Ein Weg zur evidenzbasierten Therapie?

T. Randau (1), A. Roth (2), U. Maus, K. M. Peters

(1) Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinik Bonn, Bonn; (2) Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig

Stichworte

Evidenzbasierte Medizin, „Bone bruise“, lokale transiente Osteoporose, Registerstudie

Zusammenfassung

Unter dem Begriff des Knochenmarködemsyndroms (KMÖS) subsumieren sich verschiedene Krankheitsbilder unterschiedlicher Ätiologie. Entsprechend dem Erscheinungsbild, den vorliegenden Risikofaktoren und den Begleitumständen wird die Erkrankung oft als Beginn einer Osteonekrose, als transiente Osteoporose oder als Begleitreaktion auf andere Knochenerkrankungen interpretiert. Auch als Folge eines traumatischen Geschehens („bone bruise“) oder einer mechanischen Überlastung („Stressfraktur“) wird häufig ein Knochenmarködem als MRT-Korrelat gesehen. Gemeinsam ist allen Formen der Knochenschmerz als Leitsymptom, der oft über Wochen oder Monate bestehen bleiben kann und den betroffenen Patienten relevant einschränkt. Entsprechend vielfältig sind die angebotenen und praktizierten Therapiemöglichkeiten. Neben verschiedenen konservativen Verfahren steht die medikamentöse Therapie im Mittelpunkt, die aus Mangel an anderen Alternativen fast regelhaft als Off-label-Anwendung erfolgt. Allen Therapieformen gemein ist dabei ein Mangel an belastbarer Evidenz für oder gegen die praktizierten Konzepte. Vorbereitend zur Verbesserung der Evidenzlage mittels entsprechender Studien und gegebenenfalls langfristig der Entwicklung von Standards oder einer Leitlinie zur Behandlung dieses heterogenen Krankheitsbildes ist zunächst eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation im deutschsprachigen Raum sinnvoll. Mit einem Fallregister, initiiert von der DGOU und dem BVOU, soll die praktisch vorhandene Erfahrung in der Therapie des Knochenmarködemsyndroms gesammelt und gebündelt werden, um aus diesen Daten zukünftig eine valide Behandlungsempfehlung erstellen zu können. Der vorliegende Artikel beschreibt das Konzept und die Rationale dieses Registers und fasst die bisher vorhandene Evidenz kurz zusammen.

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