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Die septische Pseudarthrose

Zeitschrift: Osteologie
ISSN: 1019-1291
Ausgabe: Hefte von 2017 (Vol. 26): Heft 4 2017 (191-266)
Seiten: 229-235

Die septische Pseudarthrose

C. Zeckey (1), W. Böcker (1), V. Herterich (1)

(1) Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Klinikum der Universität München, LMU München 

Stichworte

Osteomyelitis, Pseudarthrose, ossärer Defekt

Zusammenfassung

Die septische Pseudarthrose stellt weiterhin ein hochgradiges Problem in der muskuloskelettalen Chirurgie dar. Das Zusammenspiel zwischen komplexen Behandlungsstrategien und dem entsprechend hohen Interventionsportfolio einerseits, andererseits aber ebenso durch die wechselnde und unterschiedliche Virulenz der Erreger sowie der variablen Immunkompetenz der betroffenen Patienten verkomplizieren die Situation erheblich. Neben den erheblichen medizinischen Problemen resultieren ebenso sozioökonomische Einschränkungen für die Betroffenen, was die Situation weiter verschärft. Unzureichende chirurgische Strategien resultieren in insuffizienten Ergebnissen mit Rezidiven oder Amputationen, die leider trotz ausführlichster Planung und chirurgischer Radikalität nie ganz ausgeschlossen werden können. Das prinzipielle Vorgehen bei septischen Pseudarthrosen besteht nach Diagnosestellung in der Resektion des infizierten Knochenareals, der Isolation der entsprechenden Keime, der entsprechenden Antibiotikatherapie sowie aus anschließend folgenden rekonstruktiven Eingriffen nach Infektberuhigung. Kritisch ist hierbei das „dead-space“-Management nach ossärer Rekonstruktion durch Defektauffüllung unter Nutzung von Knochenzementen. Hier stehen verschiedene Optionen wie z. B. das Masquelet-Verfahren oder der Segmenttransport zur Verfügung. Der vorliegende Artikel soll Informationen über die Inzidenz der septischen Pseudarthrose, das typischerweise vorliegende Keimspektrum, die verfügbaren chirurgischen Behandlungsstrategien und einen Überblick über die aktuelle Literatur geben.

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