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Aktuelles aus der Osteologie-Redaktion

Osteologie 4/2017: Verschiedene Krankheitsformen der Osteomyelitis

Die Knochenmarkentzündung ist ein Krankheitsbild mit verschiedenen Erscheinungsformen und stellt somit eine große Herausforderung in der medizinischen Diagnostik und Therapie dar. Wesentliche Grundlage für die Behandlungskonzepte ist daher eine präzise Differentialdiagnostik. Zwingend erforderlich ist das interdisziplinäre Herangehen von Chirurgie, Radiologie, Mikrobiologie und Pathologie. Ausgabe 4 der Schattauer Fachzeitschrift „Opens external link in new windowOsteologie“ behandelt ausführlich das gesamte Spektrum unterschiedlicher Krankheitstypen, die in der medizinischen Praxis häufig unter dem Begriff Osteomyelitis zusammengefasst werden. In der Radiologie gilt die Erkrankung daher auch als Chamäleon. Eine Besonderheit der Knochenentzündung ist beispielsweise die septische Pseudoarthrose. Bleibt die Heilung eines Knochenbruchs über Monate aus, ist dies meist Folge einer bakteriellen Infektion nach einer Frakturversorgung. Neben der Antibiotikatherapie kommen in der Regel mehrere operative Verfahren zum Einsatz, um infiziertes Gewerbe zu entfernen und die Knochenfragmente ruhig zu stellen. Eine besonders schwere Erkrankungsform stellt auch die akute hämatogene Osteomyelitis im Kindesalter dar, die bei verzögerter Diagnose und Therapie zu bleibenden Schäden am Skelett führen kann. Die Infektion ist ein akuter Notfall, der sofort konservativ antibiotisch oder zusätzlich operativ behandelt werden muss.