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G. Bruning (1), H. Rasmussen (2), A. Teichler (3), T. Standl (4), I. Moll (5)
(1) Krankenhaus Tabea GmbH & Co.KG, Institut für wissenschaftliche Phlebologie, Hamburg; (2) Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Unfallkrankenhaus Berlin; (3) Dermatologisches Zentrum Buxtehude; (4) Klinik für Anästhesie, Operative Intensiv- und Palliativmedizin, Städtisches Klinikum Solingen GmbH, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Köln; (5) Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf
In der Varizenchirurgie wird die Tumeszenzlokalanästhesie (TLA) zunehmend verwendet. Daten bei Verwendung des Lokalanästhetikums Articain sind in der Literatur rar. Patienten, Methodik: Bei 100 Patienten, die sich einer Varizenoperation in TLA unterzogen, wurden nach subkutaner Infiltration von 2,86 bis 19,56mg Articain pro kg Kg postoperativ Methämoglobinspiegel, sowie Articain-Hydrochlorid- (Articain-HCl) und Articainsäureplasmakonzentrationen gemessen. Bei den ersten 20 Patienten erfolgten dabei zu jedem Parameter mehrere Blutentnahmen in zweistündigen Abständen zur Ermittlung der zeitlichen Verlaufskurven. Bei den folgenden 80 Patienten wurden Methämoglobinspiegel (MetHb), Articain-HCl- und Articainsäureplasmakonzentration einmalig, zum Zeitpunkt des vorher ermittelten durchschnittlichen Maximums bestimmt. Patientenzufriedenheit, prä-, intra- und postoperative Schmerzen, wurden mit Hilfe von Fragebögen und der Visuellen Analogskala (VAS), erfasst. Ergebnisse: Die maximalen Articain-HCl-Plasmakonzentrationen (n = 100) betrugen 0,0034 bis 0,5800μg/ml (Median: 0,0517μg/ml). Das zeitliche Maximum lag bei einer Stunde nach Infiltrationsbeginn. Die MetHb-Spiegel waren mit Werten zwischen 0,19 und 1,90% (Median: 0,78%) sämtlich unauffällig. Die durch die TLA und Operation entstandenen Schmerzen gemäß VAS waren insgesamt gering und wurden von den Patienten gut toleriert. Die Patientenzufriedenheit war ausgesprochen hoch. 91,57% würden die Stripping-Operation noch einmal in der gleichen Art und Weise durchführen lassen. Die Plasmakonzentration der Articainsäure, als inertes Stoffwechselprodukt von Articain-HCl, hatte ein zeitliches Maximum nach 8 Stunden und lag zwischen 0,92 und 14,58μg/ml (Median: 3,95μg/ml). Schlussfolgerung: Die Verwendung von Articain in der TLA scheint in Dosierungen bis maximal 20mg/kg KG ein sicheres Verfahren mit hoher Patientenzufriedenheit zu sein. Das Risiko einer Methämoglobinämie besteht nicht.
Tumeszenzlokalanästhesie, Pharmakokinetik, Articain
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G. Bruning1, A. Teichler2, T. Standl3, A. Diederich2, I. Moll2 Phlebologie 2007 36 3: 145-150 | ||
| 2. | ||
St. Schattenkirchner, K. Tauscher, M. Schonath Phlebologie 2007 36 1: 25-30 | ||
| 3. | ||
T. Rädler, H. Jahn, K. Wiedemann Die Psychiatrie 2006 3 1: 41-44 | ||