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Management chronischer Wunden

Zeitschrift:Phlebologie
ISSN:0939-978X
Ausgabe:2011 (Vol. 40): Heft 6 2011 (297-376)
Seiten:303-316

Management chronischer Wunden

H. Diener (1, 2), K. Herberger (2), M. Augustin (2), E. S. Debus (2, 1)

(1) Klinik für Gefäßmedizin, Universitäres Herzzentrum Hamburg; (2) Comprehensive Wound Center, Universitätsklinik Eppendorf, Hamburg

Zusammenfassung

Die Heilung eines chronischen Ulkus stellt in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung dar. Sie erfordert initial vom Therapeuten eine differenzierte Abklärung der Ulkusentität als Grundvoraussetzung, um eine erfolgreiche Therapie in die Wege zu leiten. Sie erfordert aber auch Geduld und ein entsprechendes Maß an Compliance vom Patienten, der vielfach bereits von einem vorbestehenden Leidensweg gezeichnet ist. Und nicht zuletzt sind sozioökonomische Faktoren aufzuführen, da die Therapie chronischer Wunden einen erheblichen Kostenfaktor in einer zunehmend überalterten Bevölkerungsstruktur und bei erhöhter Lebenserwartung darstellt. Letzteres bedeutet nicht nur eine erhebliche Belastung des Gesundheitswesens, sondern stellt auch den behandelnden Arzt vor das Problem einer inakzeptablen Budgetierung der aufwändigen, langwierigen und somit kostenintensiven Therapie. Erschwerend im Management chronischer Wunden ist das Fehlen konsentierter interdisziplinärer Leitlinien. Dagegen steht dem Therapeuten im Rahmen der modernen Wundbehandlung ein reichhaltiges Armentarium an Wundauflagen, Verbandsstoffen und technischen Hilfsmitteln zur Verfügung, die aufgrund spezifischer Eigenschaften einen differenzierten Einsatz erfordern. Die Arbeit gibt eine Übersicht zu den Grundprinzipien der Wundbehandlung und der gängigen Wundauflagen.

Stichworte

Wundauflagen, Chronisches Ulkus, moderne Wundbehandlung

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