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H. Diener (1, 2), K. Herberger (2), A. Larena-Avellaneda (1, 2), A. Kieback (1, 2), M. Radtke (2), M. Augustin (2), P. Pohlenz (2, 3), R. Schmelzle (2, 3), E. S. Debus (1, 2)
(1) Klinik und Poliklinik für Gefäßmedizin, Universitäres Herzzentrum Hamburg, Universitätsklinik Eppendorf; (2) CWC–Comprehensive Wound Center, Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Heilberufen, Universitätsklinikum Hamburg–Eppendorf, Universitäres Wundzentrum, Hamburg; (3) Klinik für Plastische Chirurgie, Universitätsklinik Hamburg–Eppendorf
Die Heilung chronischer Wunden stellt in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung dar. Sie erfordert eine differenzierte Abklärung der Ulkusentität und eine enge Kooperation verschiedener Berufsgruppen. Erschwerend im Management chronischer Wunden ist das Fehlen konsentierter interdisziplinärer Leitlinien. Dagegen steht dem Therapeuten im Rahmen der modernen Wundbehandlung ein reichhaltiges Armamentarium an Wundauflagen und Verbandsstoffen zur Verfügung, die einen differenzierten Einsatz erfordern. Daneben ist eine Vernetzung stationärer und ambulanter Strukturen für eine erfolgreiche Wundbehandlung unabdingbar. Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurde 2010 das Comprehensive Wound Center gegründet. Neben einer kompetenten, fachübergreifenden und patientengerechten Diagnostik ist insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener ärztlicher und pflegerischer Professionen angestrebt. Durch Vernetzung der internen Strukturen erfolgten im ambulanten als auch im stationären Management eine Umstrukturierung und eine sektorenübergreifende Wundversorgung. Da bis zu 80% chronischer Wunden angiologischer Ursache sind, erfolgte zudem die Anbindung an die Klinik für Gefäßmedizin, die nach dem Konzept einer Organklinik konzipiert ist und bereits interdisziplinäre Zentrumsstrukturen aufweist. Durch eine zentrale Koordinierung ist eine enge Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und Pflegedienste innerhalb des Wundnetzes möglich. Neben der Patientenbetreuung hat das Comprehensive Wound Center einen weiteren Schwerpunkt in der Grundlagenforschung sowie in der klinischen und versorgungswissenschaftlichen Forschung.
Versorgungsforschung, chronische Wunden, Interdisziplinäre Wundversorgung, Wundzentrum, Comprehensive Wound Center
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K. Rettig1, C. Trenkwalder2, K. Berger3 Nervenheilkunde 2008 27 4: 334-338 | ||
| 2. | ||
K. Abendroth Osteologie 2008 17 1: 17-23 | ||
| 3. | ||
A. Risse Hämostaseologie 2007 27 2: 117-122 | ||